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Bauarbeiten am Golfplatz Frohlinde beginnen

Nach Streit um Geländenutzung

Nachdem die Verhandlungen über die Nutzung des Gelände des Golfplatz Frohlinde abgebrochen wurden, haben am Mittwoch die ersten sichtbaren Arbeiten begonnen: Der Golfplatz soll auch ohne den Grund der Verpächterin Elisabeth Grümer bespielbar bleiben. Pläne für 18+9 Kurzbahnen gibt es schon seit Jahren.

FROHLINDE

, 18.10.2017
Bauarbeiten am Golfplatz Frohlinde beginnen

Die Vormann Baugesellschaft aus Nottuln bohrt seit Mittwoch in Frohlinde in der Nähe des Clubhauses. Grundwasser in 100 Meter Tiefe wird angezapft.

Der Golfclub baut an der Zukunft mit 18 Turnier- und 9 Kurzbahnen. Am Mittwoch, früher Nachmittag, wühlten sich Laster und Raupe mit einem Bohrer der Firma Vormann aus Nottuln durch die Wiese am Rande von Bahn A9. Ein Glück, so Head-Greenkeeper Roman Vierhaus, der die Arbeiten der Bohr-Spezialisten begleitete, dass es in den vergangenen Tagen trocken war. Denn viel Zeit ist nicht bis Ende 2018. Dann läuft der Pachtvertrag mit Elisabeth Grümer aus – dann muss ein neuer Kurs so gut wie stehen.

Neuer Brunnen wird gebaut

Während der Golfer Michael Schie aus Frohlinde nebenan ein paar Bälle auf dem A-Kurs Barbachtal schlägt und herüberblinzelt, bereitet sich der Verein mit rund 1100 Mitgliedern auf den wahrscheinlich verkleinerten Platz ab 2019 vor. Bis zum Start der Saison im März oder April, so Vierhaus optimistisch, könne man das schaffen. Ansonsten wollte er sich gegenüber unserer Redaktion nicht äußern. Das sei Vorstandssache. Ein Brunnen wird gebraucht und gebaut, da der aktuell genutzte und zur Bewässerung des Areals benötigte auf Grümer-Grund liegt.

An einem Konzept für den Neubau arbeitet der Vorstand aktuell mit einem Architekten. Freitag gab es Planungsgespräche – doch Pläne gibt es eigentlich schon, wie Recherchen jetzt ergaben. 2012 wurde Golf- und Landschaftsarchitekt Karl F. Grohs vom damaligen Vorstand gebeten, einen Entwurf für einen 18-Lochplatz mit Kurzplatz ohne das Grümer-Gelände zu erstellen.

"Alleinstellungsmerkmal würde verloren gehen"

„Ich habe bereits damals strikt davon abgeraten und nach einigen weiteren Vorentwurfsvarianten darauf hingewiesen, dass der Golfclub angesichts der zu erwartenden Umbaukosten auf jeden Fall mit Frau Grümer einen Kompromiss aushandeln müsse“, so Grohs nun gegenüber unserer Redaktion – „da sonst das Alleinstellungsmerkmal von Castrop-Rauxel auf jeden Fall verloren gehen würde.“

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18-Loch-Anlagen mit 9 Kurzlöchern gibt es in Fröndenberg (seit 1981), in Mülheim an der Ruhr – und eine 36-Loch Anlage von Arnt Vesper in Wuppertal/Felderbachtal. Der Vorteil variantenreicher 18-Loch-Runden für das Turnierspiel entfalle, so Grohs. Er spricht von „erheblichen Kosten“ für Umbau und Neubau, vor allem aber auch dem Rückbau der alten Bahnen zu landwirtschaftlichem Nutzland. 

129 Golfprojekte und und 260 geplante Anlagen habe er bisher bearbeitet. „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein Club mit seinen hohen jährlichen Ausgaben für Pacht und Pflege die hierfür erforderlichen Mittel bereitstellen soll“, so Grohs.

Infoveranstaltung am 6. November

Er selbst habe im Juni zusammen mit Arnt Vesper, der Elisabeth Grümer seit Jahresanfang berät, verhandelt, dass sie lediglich die hofnahen Flächen zurückfordert, um die „herausragende Bedeutung“ der 27 Bahnen zu erhalten. Ein großer Teil der Mitglieder kommt aus der Region, der Präsident Reiner Kötter lebt heute in Schwerte. „Es spricht Bände“, so Grohs, „dass der Golfclub meine Beratung in den Wind geschlagen hat.“

Der Verein rechnet laut Pressekoordinator Karl-Heinz Platzek mit 300 Clubmitgliedern, die die Infoveranstaltungen am 6. November (18 und 20 Uhr) im Clubhaus besuchen. Mehr als 150 Anmeldungen habe man schon. Dabei werden Pläne und Hintergründe erklärt. Abgestimmt wird darüber aber nicht.

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