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Bebauung am Viehmarkt ist beschlossen

Bürger klagt

Es wächst und wächst. Das Ärztehaus an der Wittener Straße ist im Rohbau weit fortgeschritten. „Es ist erkennbar, welch massive Hochbebauung es auch am Viehmarkt geben wird“, monierte Christdemokrat Hans-Josef Esser im Ausschuss für Stadtentwicklung einmal mehr die Gesamtplanung für das Wohnquartier mit dem angeschlossenen Ärztehaus.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 17.06.2012
Bebauung am Viehmarkt ist beschlossen

An der Wittener Straße ist der Bau des fünfgeschossigen (inklusive Staffelgeschoss) Ärztehauses schon weit fortgeschritten. Im Anschluss wird auch das dahinter liegende Quartier "An der Freiheit/Viehmarkt" mit sieben Mehrfamilienhäusern bebaut.

Der Castroper Unternehmer Konstantinos Boulboserreichtet auf der innerstädtischen Fläche zwischen der Wittener Straße und dem Viehmarkt ein Gesundheitszentrum und sieben Mehrfamlienhäuser für Betreutes Wohnen. Wie der Neubau an der Wittener Straße sollen auch die Gebäude am Viehmarkt viergeschossig werden und zudem noch ein Staffelgeschoss erhalten. „Die Hochbebauung am Viehmarkt muss im Bebauungsplan reduziert werden“, forderte Esser.  Sein Parteifreund Oliver Lind ergänzte: „Es ist gut, dass der Schandfleck endlich verschwindet und das Areal bebaut wird. Aber die Bodenwertschöpfung wird vom Vorhabenträger erheblich überzogen. Warum ist es zwingend, den Anwohnern und dem Stadtbild dieses zuzumuten?“ Unterstützt wurden die Christdemokraten von Manfred Postel (FWI), der ebenfalls die „Massivität der Bebauung“ kritisierte.Geändert wird an dem Bebauungsplan freilich nichts mehr. SPD, Grüne und FDP winkten ihn durch. „Wir stehen dahinter. Die Höhe der Gebäude ist vertretbar. Wo sonst soll es denn eine Verdichtung geben, wenn nicht in der Altstadt“, erklärte SPD-Chef Rajko Kravanja. Und Grünen-Chef Bert Wagener führte aus: „Wir wollen, dass die Flächen in zentraler Lage intensiv genutzt werden. Das ist der Bebauung in Randlagen vorzuziehen. Und am Viehmarkt gibt es schon eine so hohe Bebauung – warum soll das also ein Aufreger sein!?“ Ein weiterer Aufreger für die CDU ist, dass ein Anwohner gegen das Bauprojekt eine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht hat. Der Kläger fühlt sich in seinem Baurecht auf seinem eigenen Grundstück unter anderem dadurch beschnitten, dass die Straße An der Freiheit aus der öffentlichen Widmung herausgenommen wird. Für den Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt ist das öffentliche Interesse für diese Maßnahme höher zu bewerten als das private. Er sieht gute Chancen, dass „trotz der Einwendungen die städtebauliche Entwicklung umgesetzt werden kann.“ 

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