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Castrop-Rauxel braucht mehr Platz an Grundschulen und an einer Förderschule

Schullandschaft

Seit Jahren wird diskutiert. Nun steht die Zusammenlegung mehrerer Förderschulen bevor. Derweil muss die Verwaltung auch in Regelschulen die Zukunft planen. Sie wird anders als angenommen.

Castrop-Rauxel

, 03.07.2018
Castrop-Rauxel braucht mehr Platz an Grundschulen und an einer Förderschule

Grundschule, Flüchtlingsunterkunft und bald wieder Schule? Die Harkortschule ist seit Monaten immer wieder als möglicher Standort im Gespräch. © Foto: Schlehenkamp

Aus mehreren einzelnen Schulen wird eine Verbundschule: Castrop-Rauxel, Oer-Erkenschwick, Datteln und Waltrop, die seit nunmehr drei Jahren über eine engere Zusammenarbeit diskutieren, machen gemeinsame Sache. Ziel war, trotz der europaweiten Inklusionsbestrebungen im Kreis Recklinghausen, Förderschulen der verschiedenen Förderschwerpunkte zu erhalten.

Viele Änderungen im Förderschulsystem

Nun zieht die Phoenixschule zum 1. August mit rund 100 Schülern zum Teil ins Gebäude der auslaufenden Franz-Hillebrand-Hauptschule an der Uferstraße um. Auch im Schulgebäude der Martin-Luther-King-Schule an der Bahnhofstraße stehen im Sommer Umbauten an. „Es gibt unter vier Kommunen Abstimmungen zu leisten“, berichtete Sozialdezernentin Regina Kleff vergangene Woche im für Schulen zuständigen Betriebsausschuss. „Es ist ein Kraftakt, aber wir freuen uns, wenn es jetzt losgeht.“

Man rechnet mit 630 Schülern im Jahr

Neben diesen Gedanken, die sich die Verwaltung rund um die Umstrukturierungen der Förderschule macht, steht auch die Planung für die weitere Zukunft in den Regelschulen an. Fest steht: Es gibt in Castrop-Rauxel jedes Jahr mehr Einschulungen als ursprünglich geplant. Laut Sozialdezernentin Kleff gehe man im Schuljahr 2022/23 von 680 Schülern im neuen ersten Jahrgang aus. Die Planungsgröße habe dagegen zuletzt bei rund 500 Erstklässlern pro Jahrgang gelegen. Vorher und nachher pendele man sich nach aktuellen Berechnungen auf etwa 630 Schüler pro Schuljahr ein, die in die ersten Klassen kommen.


Informations- und Diskussionsrunde

In dieser Woche gibt es eine Informations- und Diskussionsrunde von Politikern aller Fraktionen und der Stadtverwaltung, eine sogenannte interfraktionelle Runde. Kommende Woche berate man dann vor, ehe demnächst im Ausschuss darüber zu diskutieren sei. „Wir müssen neue Beschlüsse fassen“, kündigte Regina Kleff an. „Wir brauchen nämlich ein weiterführendes Schulangebot, das ist jetzt schon klar.“

Die ehemalige Friedrich-Harkort-Schule in Merklinde, aus der in der vergangenen Woche die städtische Unterkunft für geflüchtete und obdachlose Menschen ausgezogen ist, ist seit Monaten immer wieder als möglicher Standort im Gespräch.

Die Harkortschule in Merklinde
  • Der Name „Harkortschule“ hat in Merklinde eine über 100 Jahre alte Tradition. Die alte Harkortschule war eine ehemalige evangelische Bekenntnisschule auf der Gerther Straße, die im Nationalsozialismus aufgelöst wurde, später verschiedene Funktionen hatte und in den 1960er-Jahren abgerissen wurde.
  • Die neue Harkortschule wurde 1962 eröffnet, war erst evangelische Bekenntnisschule, dann Hauptschule und bis zur Schließung 2013 Grundschule.
  • Sie stand Ende 2014 vor dem Verkauf an die Investoren Ralf Sprave und Rudi Bork zum Bau eines Mehrgenerationenhauses mit 30 Eigentumswohnungen.
  • Dann wurde sie aber in städtischer Hand gehalten. Man avisierte dort die Unterbringung einer Kita und nutzte das Haus ab 2015 als städtische Unterkunft für Flüchtlinge.
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