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Datteln plant neues Gewerbegebiet an der Stadtgrenze

BECKLEM Nördlich von Becklem will die Stadt Datteln ein neues Gewerbegebiet für Industrie-Zulieferbetriebe anlegen. Kleine Betriebe, die den Großen im künftigen newPark zuarbeiten, sollen dort Platz finden. Das stößt Anwohnern in Meckinghoven und auch in Becklem übel auf, die sich bereits von Industrie umzingelt sehen.

von Von Peter Wulle

, 08.12.2007
Datteln plant neues Gewerbegebiet an der Stadtgrenze

Hier soll ein Gewerbegebiet entstehen.

Wie CDU-Ratsherr Josef Berkel erfuhr, soll das rund 40 ha große Gewerbegebiet auch über Flächen auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet erschlossen werden. Auf seine Anfrage im Rat musste die Stadtspitze am Donnerstag zugeben, dass sie von den Dattelner Plänen erst aus der Zeitung (Dattelner Morgenpost) erfahren hatte. Bürgermeister Johannes Beisenherz versicherte Josef Berkel: „Wenn es Möglichkeiten gibt, das zu verhindern, werden wir es tun.“ Nach einem Gespräch mit seiner Amtskollegin in der Nachbarstadt, wusste der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt zu berichten: „Es gibt noch keine belastbare, diskussionsfähige Planung.“

Die Technische Beigeordnete der Stadt Datteln, Petra Weiß, hat die Pläne ausgearbeitet, und die Ratsfraktionen haben sie bereits abgesegnet. Gegenwind gab es bisher nur von den Grünen – weil das Wort „newPark“ in den Plänen mehrfach auftaucht, und die Grünen diesen ablehnen. Vom Grundsatz her ist sich die Politik jedoch einig: Datteln braucht dringend mehr Gewerbeflächen, gerade für kleine und mittelgroße Firmen. Und für die ist das neue Gewerbegebiet gedacht. Die Anwohnerin und Meckinghover CDU-Politikerin Ursula Schulz spricht sich allerdings entschieden gegen das Gewerbegebiet aus. Auch mehrere ihrer Nachbarn haben schon Protest gegen noch mehr Industrie angemeldet. Sie verweisen auf den E.ON-Kraftwerksneubau, auf Ruhr-Zink und, und, und.

Tatsächlich ist noch vieles offen: wie groß, wie viele Firmen, welche Branchen, wie viele Arbeitsplätze? All das ist Zukunftsmusik. Und wie kommt man hin? Über eine neue Straße über Castrop-Rauxeler Gebiet? Petra Weiß gegenüber der Dattelner Morgenpost: „Das ist gut möglich. Allerdings weiß Castrop-Rauxel noch nichts von seinem Glück.“ Die Beigeordnete versucht derweil, die Anwohner zu beruhigen: „Wir wollen dort definitiv keine Industrie. Es wird nur Raum für wenig störendes Gewerbe geben.“ Also keinen 24-Stunden-Betrieb, wenig Lärm, wenig Verkehr. Eine Spedition dürfe sich dort zum Beispiel nicht ansiedeln. CDU-Chef Dr. Jürgen Wutschka bringt es auf den Punkt: „Neues Gewerbe, ja – mehr Emissionen, nein."

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