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"Der nackte Wahnsinn" am WLT

CASTROP-RAUXEL Das WLT spielt das Chaos, das in jedem von uns steckt. "Der nackte Wahnsinn" hat am 19. Januar Premiere. Geprobt wird in diesen Tagen. Es geht hin und her und drunter und drüber. Rein und raus. Ein gnadenlos komischer Blick hinter die Kulissen.

11.12.2007

Fürwahr, ein Wahnsinnsstück: dafür sorgen allein sieben Türen im Bühnenbild - neben all dem Durcheinander. Und das alles nur, weil eine Gruppe Schauspieler das Boulevardstück „Was wird hier gespielt?“ einzustudieren versucht. Was den Regisseur zur Weißglut treibt, denn die Generalprobe wird zum Fiasko, und so entwickelt sich der alltägliche Wahnsinn im Kampf mit rivalisierenden Darstellern, begriffsstutzigen Bühnenkräften, den Tücken der Technik und einer nicht enden wollenden Menge an Sardinen.Acht Menschen mit Macken und Beziehungsproblemen

„Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn bietet einen gnadenlos komischen Blick hinter die Kulissen einer Theaterproduktion und zeigt acht Menschen mit Macken und Beziehungsproblemen, die letztlich am Prinzip einer Verabredung scheitern. „Das Chaos auf der Bühne ist eine Metapher für das Chaos im täglichen Leben. Wir spielen das Chaos, das in jedem von uns steckt “, sagt Gerhard Fehn, der Regisseur. Präzise und akkurat muss gearbeitet werden, da das Stück eine sehr hohes Tempo hat. Ganz wichtig dabei – „Die Typen müssen als solche auch `rüberkommen, dürfen nicht mit falsch verstandener Psychologie gefüllt werden, denn sonst geht die Komödie, die dem Stück zugrunde liegt, kaputt“, schärft der Theaterprofi (zuletzt inszenierte er am WLT „Harry & Sally“) seinem Ensemble ein.

Die Bühne stammt – wie schon bei „Harry & Sally“ – von Luzia Gossmann. Man sieht dreimal hintereinander denselben Akt jeweils aus unterschiedlicher Perspektive: erst in der Probe aus Sicht des Regisseurs, dann während einer Vorstellung im Backstage-Bereich (dazu werden die Kulissen gedreht) und schließlich in der letzten Vorstellung des Stücks aus der Sicht des Publikums. Es spielen mit: Vesna Buljevic, Markus Kloster, Cornelia Löhr, Guido Thurk, Julia Gutjahr, Walter Theil, Andreas Kunz, Verena Held (Gast) und - Gerhard Fehn, der im Stück den Regisseur Lloyd Dallas spielt.Die Karriere des Michael Frayn

Der Autor, Michael Frayn, wird am 8.11.1933 in Mill Hill, einem Vorort von London geboren. Er studiert Romanistik und Russisch in Cambridge, später auch Philosophie. Von 1957 bis 1962 ist er als Reporter und satirischer Kolumnist für den Manchester Guardian tätig, von 1962 bis 1968 arbeitet er als Kolumnist und später als Auslandsreporter für die Wochenzeitschrift „The Observer“. In den 70er Jahren beginnt er für Theater und Fernsehen Stücke zu schreiben. Dazu übersetzt er Tschechow und Anouilh. Im Jahr 1976 knüpft er mit der Fernseh-Serie „Making Faces“ an seine Drehbuch-Karriere an. Seinen internationalen Durchbruch erzielt Frayn 1982 mit der Farce „Noises Off“ („Der nackte Wahnsinn“), die sich in rasantem Tempo zu einem Dauerbrenner der Theaterbühnen entwickelt. Die Verfilmung mit Michael Caine und Christopher Reeve wird ebenfalls ein riesiger Erfolg. Sein erster Film „Clockwise“ kommt 1986 (Hauptrolle: John Cleese) heraus. Sein zweiter Film „First and Last“ gewinnt 1990 den „International Emmy Award“. Für seinen Roman „Das Spionagespiel“ erhält Frayn 2002 den Whitbread Novel Award.  Eintrittskarten: Karten können ab sofort geordert werden unter Tel. 02305 / 97 80 20  

 

 

 

 

  

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