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Derbe Verkaufsgespräche bei den Marktschreiern

Wettbewerb

„Du hast aber auch einen fetten Hintern.“ Wenn auf diese Art Verkaufsgespräche geführt werden und am Ende sogar zu einem erfolgreichen Abschluss kommen, dann sorgt die Gilde der Marktschreier auf dem Ickerner Markt für Stimmung.

CASTROP-RAUXEL

von Von Christian Püls

, 28.05.2012
Derbe Verkaufsgespräche bei den Marktschreiern

Der Michel Saarloos bot seine Ware an.

Wurst-Achim zieht über die Waren der anderen Marktschreier her. „Die kannst Du Dir ins Klofenster stellen und zusehen, wie die Blätter abfallen, wenn Du auf dem Pott sitzt“, ruft er einem Mann zu, der gerade nebenan beim Blumen-Michel eine Zierpflanze erworben hat. Doch Pflanzenverkäufer Michel Saarloos überhört den Einwurf von Wurst-Achim und stößt ein paar Laute der Verzückung aus, als er eine kleine Pflanze betrachtet. Zügig hat das Gewächs den Besitzer gewechselt. „Kaputt geht die sowieso, egal wo die steht“, gibt der Niederländer frech grinsend seinem Kunden noch schnell mit auf den Weg.

Plötzlich meldet sich Käse-Rudi zu Wort: „Kommt doch mal hier rüber, ich bescheiß Euch genauso gut, wie der Typ nebenan.“ „Käse-Fuzzi“ schnauzt Wurst-Achim von der der gegenüber liegenden Seite. „Wurst-Gockel“, kontert der Käse-Experte. Das Spiel mit derben Sprüchen und kleinen Unverschämtheiten hat Methode. Die Kunden sehen zunächst amüsiert zu, dann zücken sie ihre Brieftaschen und werden so selbst Teil der Marktschreier-Show.

Wettbewerb
Beim Marktschreier-Wettbewerb wählte das Publikum Wurst-Achim auf Rang eins vor Blumen-Michel, Aal-Axel und Käse-Rudi. Die Marktschreier kämen nächstes Jahr wieder, sagte Wurst-Achim alias Marktleiter Joachim Pfaff.

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