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Die Nordmanntanne passt auf's Rad

ICKERN Passt. Um 12.55 Uhr hat Reinhard Kurilla den Zwei-Meter-Tannenbaum auf dem Anhänger seines Fahrrades fest gebunden und strahlt über beide Ohren.

von Von Julia Grunschel

, 24.12.2007
Die Nordmanntanne passt auf's Rad

Reinhard Kurilla holte sich seinen Tannenbaum mit dem Fahrrad und einem Anhänger ab.

Pünktlichkeit, besser gesagt Überpünktlichkeit, zahlt sich eben aus. Der Werbring Ickern hatte gestern Mittag ab 13 Uhr zur Gaststätte Schmidt geladen, um dort die Weihnachtsbäume zu verschenken, die in den letzten Wochen die Ickerner Straße schmückten. Reinhard Kurilla, der von der Aktion gelesen hatte, will kein Risiko eingehen, um am Ende vielleicht ohne Baum dazustehen.

Schon um 12.45 Uhr an Ort und Stelle

Also ist er bereits um 12.45 Uhr an Ort und Stelle, um sich eine Nordmanntanne zu sichern. "Man kann ja nie wissen", schmunzelt der 61-Jährige. Sofort der ersten Baum, den ihm Detlef Kipar, Jörg Kaffenberger, Ralf Konieczny und Ulli Reimann vorstellen, wandert auf den Fahrradhänger. "Das war gleich der beste Baum", ist sich Reinhard Kurilla sicher. Fünf Euro spendet er den Männern, schließlich gehen die Einnahmen an die Aktion Lichtblicke.

Zuhause im Göttchenskamp will er den Baum erst einmal abwaschen. "Wer weiß, welcher Hund da mal sein Beinchen gehoben hat", überlegt er lachend. Ist die Tanne stubenrein, wird geschmückt. Mit goldenem Schmuck, den er noch von seinen Eltern hat, und einem 60 Jahre Engel - einem Erbstück seiner Tante.

...danach wird es zäh

Bis 13.15 Uhr tut sich an der Ickerner Straße nichts. "Gut, dass wir erst einmal nur sechs Bäume geholt haben", sagt Detlef Kipar. Allein das war ein viel beobachteter Akt. "Die Leute haben uns angesprochen, weil sie dachten, wir wollten die Bäume klauen", amüsiert sich Ulli Reimann. Um 13.20 Uhr geht dann der zweite Baum weg. Auf dem Weg zu ihrer Wirtschaft in Habinghorst macht Maria Tost Halt: "Glück gehabt. Einen Baum hätte ich nicht mehr gekauft, nur ein paar Zweige."

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