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Drei Platanen am Habinghorster Markt mussten Baustelle weichen

Baumfällung

Im Umweltausschuss war die Baumfällung bereits angekündigt worden. Jetzt sind drei Platanen am Habinghorster Markt verschwunden und zwei stark gestutzt. Ein Verstoß gegen die Schutzzeit?

Habinghorst

, 10.07.2018
Drei Platanen am Habinghorster Markt mussten Baustelle weichen

Drei Platanen am Habinghorster Markt sind Ende vergangener Woche gefällt worden.

Im Umweltausschuss hatte Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, über die anstehende Fällung und Stutzung der Platanen am Habinghorster Markt berichtet. Nun hat die Firma Oikos, Bauherr für die dort geplanten Gebäude, drei Platanen fällen und zwei weitere stark zurückschneiden lassen. „Als ich das gesehen habe, war ich sprachlos“, sagt Anwohnerin Christel Messidat (82).

„Mitte Juli soll es richtig losgehen. Wir brauchen den Platz dort auf der Baustelle“, sagt Unternehmer Konstantinos Boulbos auf Nachfrage.

Rechtswidrige Fällung oder nicht?

Im Umweltausschuss hatte Thomas Krämerkämper vom BUND nach dem Termin für die Fällung gefragt und auf die Schutzzeit für brütende Vögel hingewiesen. Nester seien mit Sicherheit in den Platanen gewesen. „Was für Nester und ob sie genutzt wurden oder nicht, muss geprüft werden“, so Krämekämper. Dass die Bäume vor Ende der Schutzzeit gefällt wurden, verstoße gegen das NRW-Naturschutzgesetz.

Die Verwaltung vertritt hier eine andere Auffassung. Durch den rechtswirksamen Bebauungsplan bestehe ein Rechtsanspruch auf Baugenehmigung und Bebauung. Und zwar unabhängig von den Regelungen des Landschaftsrechtes, teilt Sprecherin Maresa Hilleringmann auf Nachfrage mit. Alle Belange seien im Planverfahren vom Rat abgewogen worden. Die Bäume wären in jedem Fall gefällt worden. Vor der Fällung hätte die Verwaltung nicht mehr mit dem Investor sprechen können. Dieser hätte sich aber auch nicht darauf einlassen müssen, bis Oktober zu warten. Er habe eben einen Rechtsanspruch.

Formal sei das auf kommunaler Ebene auch richtig, so Krämerkämper, aber das Naturschutzgesetz des Landes müsse als übergeordnetes Gesetz, auch in diesem Fall beachtet werden.

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