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Ein Herz für Castrop-Rauxels Gewässer

Ehrenamt-Serie

Sein Beruf war Bergmann, aber seine Berufung hat August Wundrok im Tier- und Naturschutz gefunden. Seit mehr als 40 Jahren hegt und pflegt er die Gewässer Castrop-Rauxels und ihre Bewohner. Für sein Engagement ist er schon mehrfach ausgezeichnet worden.

CASTROP-RAUXEL

, 21.10.2016
Ein Herz für Castrop-Rauxels Gewässer

August Wundrok setzt sich seit 42 Jahren für den Natur- und Tierschutz ein.

„Heute habe ich um 9.30 Uhr losgelegt“, erzählt der gebürtige Ickerner, als wir ihn zur Mittagszeit im Erin-Park treffen. Am Grutholzteich sei er zuerst gewesen, dann am Goldschmiedingteich, an den Biotopen auf der alten Rennbahn und im Stadtgarten und jetzt eben am Erin-Teich 1. „Die Greifzange habe ich immer im Kofferraum“, sagt er.

Über 600 Liter Müll haben August Wundrok und seine Kollegen von den DoCas-Blinkern hier Anfang September an nur einem Tag gesammelt. Wundrok ist seit der Gründung 1982 Vorsitzender des Angel- und Gewässerschutzvereins. Heute zählt der Verein 46 Mitglieder, die offiziell an acht Tagen im Jahr im Einsatz sind – und dennoch auf rund 800 Arbeitsstunden im Jahr kommen.

Steckbrief: August Wundrok, Gewässerwart
Mein Name: August Wundrok
Mein Alter: 79
Mein Familienstand: alleinstehend, drei Kinder, vier Enkelkinder, vier Urenkel
Mein Beruf: Rentner, früher Steiger im Bergbau
Meine Ehrenämter: Seit 42 Jahren amtlich verpflichteter Fischereiaufseher des Kreises Recklinghausen für Gewässer in Castrop-Rauxel; Verbandsfischereiaufseher des Landesfischereiverbandes in Münster
Meine Wochen-Arbeitsstunden im Ehrenamt: über 25 Stunden
Darum kann ich Ehrenamt empfehlen: Ohne Ehrenamtler würde sich vermutlich niemand um die Gewässer kümmern.

Angeln und Naturschutz

„Wir würden gerne noch ein paar Leute mehr aufnehmen, die Spaß am Angeln und am Naturschutz haben“, sagt der 79-Jährige. Für sein Engagement ist der Verein mit vielen Umweltpreisen ausgezeichnet worden. Darunter waren auch individuelle Ehrungen für August Wundrok, etwa die vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe für die jahrelange erfolgreiche Lehrgangsleitung auf die Sportfischerprüfung.

In Erinnerung geblieben ist ihm auch der Inselbau im Rennbahnbiotop. 500 Arbeitsstunden waren nötig, um eine Vogelschutz- und Brutinsel anzulegen und die Uferkanten zu bepflanzen. Ganz allein werden er und sein Verein nicht gelassen. „Die Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt funktioniert super.“

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Die Serie und der Ehrenamtspreis
Diese Ehrenamtliche ist für die Aktion „Mit dem Herzen dabei“ vorgeschlagen und von einer Jury ausgewählt worden. Ab dem 5. November können unsere Leser bei einer Abstimmung im Internet ihren eigenen Favoriten wählen. Alle zwölf Finalisten werden zur Preisverleihung am 14. Dezember in den Ratsaal eingeladen. Vorab stellen wir sie in unserer Ehrenamt-Serie vor.

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