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Eine Idee boomt

CASTROP Im Sommer 2003 hatte Peter Breuer die ehrgeizige Idee zu einem "Satirischen Adventskalender" im Kulinarischen Zelt auf dem Markt. Am Samstagabend öffnete sich jetzt zum 100. Mal die Bühnentür. Die Idee ist längst zum Hit geworden. Das Zelt boomt -vor allem am Wochenende.

von Von Peter Wulle

, 09.12.2007

"Ich hatte mit meinem Nachbarn gemütlich bei einem Rotwein zusammen gesessen, als mir das Konzept einfiel", erinnert sich der Forum-Chef und damals frisch zum Citymanager gekürte Peter Breuer. 2003 hätte er sich nicht träumen lassen, dass aus seinem kühnen Gedanken eine derartige Institution in der Castroper Vorweihnachtszeit wird.

      Schwarzer Humor

450 Besucher im rappelvollen Zelt waren am Samstag wieder restlos begeistert. Mit seinem Freund und Moderator Fred Ape präsentierte Peter Breuer den fantastischen Stand-up-Comedian Matthias Seling. Während das Publikum sich das dunkle Weihnachtsbier, den hausgemachten Grünkohl oder den Sauerbraten vom Hirsch schmecken ließ, schmiss der in Köln lebende Österreicher mit schwarzem Humor nur so um sich.

Genüsslich zog der Enddreißiger etwa über die Love Parade her: "Da fragt man sich: Wo ist eigentlich die israelische Luftwaffe, wenn man sie braucht?" Das Zelt tobte und ohne zwei Zugaben durfte Matthias Seling nicht gehen. Mit stehendem Applaus wurde er dann verabschiedet. Dieser Mann war ein Glücksgriff, keine Frage.

75 verschiedene Künstler

"Über unsere Kontakte kommen wir immer wieder auf solche Leute. Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren 75 verschiedene Künstler hier gehabt", sagt Peter Breuer. In diesem Jahr waren bekannte Comedians wie der Obel und Ausbilder Schmidt schon da. Auf Lioba Albus aber dürfen sich die Zeltgäste noch freuen.

"Das Zelt ist zu einem Treffpunkt in der Altstadt geworden. Hier ist Zeit für Begegnungen, Gespräche und stimmungsvolle Abende", stellt Bürgermeister Johannes Beisenherz fest und ist froh über das private Engagement der Gastronomen Bubi Leuthold von "Tante Amanda" und Pina Scolaro von "Bei Michele".

"Es wird schwieriger"

Nicht für jeden Abend freilich können Peter Breuer und Fred Ape solch fantastische Kleinkünstler wie Matthias Seling "ausgraben". Peter Breuer sagt: "Es wird natürlich jedes Jahr schwieriger, wieder 23 Künstler zu bekommen. So viele gibt es nicht, und wir möchten ja möglichst immer neue Leute präsentieren. Für nächstes Jahr hab ich aber schon neue Ideen." Sieht aus, als hätte er mit seinem Nachbarn wieder mal einen Rotwein getrunken.  

  

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