Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Emscher-Durchlass: Neubau kostet 30 Mio. Euro

HENRICHENBURG Der Auftrag für den neuen Emscher-Durchlass in Henrichenburg ist vergeben worden, der Bau soll schon im August beginnen. Die Baukosten liegen bei rund 30,6 Mio. Euro. Dafür entsteht ein Baukörper mit immensen Dimensionen.

von Ruhr Nachrichten

, 16.06.2008

Der neue Durchlass besteht aus einem rund 85 Meter langen Stahlbetonrahmenbauwerk mit zwei jeweils 11,90 Meter breiten und 3,90 Meter hohen Durchlassöffnungen. In den jeweils 15 Meter langen Endbereichen weitet sich der Querschnitt bis auf 9,15 Meter lichte Höhe auf.

55 Meter Wasserspiegelbreite

Der neue Kanalquerschnitt wird im Trapezprofil mit 55 Metern Wasserspiegelbreite und vier Metern Wassertiefe hergestellt. Die gegenüber dem vorhandenen Zustand erforderliche Verbreiterung des Kanalprofils erfolgt auf der Ostseite. Auf der Westseite wird das vorhandene Ufer dagegen nur geringfügig angepasst.

Auftragnehmer ist die "Arbeitsgemeinschaft Neubau Emscher-Durchlass", bestehend aus den Firmen Reinhold Meister GmbH, Hengersberg und Porr Technobau und Umwelt GmbH, Berlin. Die Bauzeit für die gesamte Maßnahme beträgt nach Angaben des Wasserstraßen-Neubauamtes Datteln dreieinhalb Jahre.

Kanal wird an moderne Schiffsmaße angepasst

Das neue Bauwerk soll den so genannten Emscher-Düker ersetzen. Dieses Bauwerk wurde 1927 als Düker hergestellt und 1968 zu einem Durchlass umgebaut. Die Fahrrinnenbreite zwischen den Uferwänden des Durchlasses beträgt lediglich 30 Meter. Zur Anpassung an den neuen Ausbauquerschnitt des Rhein-Herne-Kanals für die Zulassung größerer Schiffe und aufgrund seines Alters muss der vorhandene Durchlass ersetzt werden.

Die Emscher wird für die Anbindung des neuen Durchlassbauwerkes auf einer Länge von etwa 700 Metern verlegt. Die Verlegungsstrecke beginnt kurz hinter der Wartburgstraße und endet vor dem Zulauf des Suderwicher Baches.

Alte Fahrt wird von neuer Emscher durchschnitten

Dabei wird die alte Fahrt des Rhein-Herne-Kanals von der neuen Emscher durchschnitten. Der nördliche Teil bleibt verkürzt bestehen, der abgeschnittene südliche Teil wird mit Boden verfüllt.

Auf der Ostseite des Kanals wird die alte Emscher zu einem von Grundwasser gespeisten Stillgewässer umfunktioniert. Dämme trennen das Stillgewässer von der neuen Emscher und dem Kanal.

Im Rahmen der Baumaßnahme wird auch der Torfheider Bach umgelegt. Er verläuft künftig parallel zur Wartburgstraße und wird naturnah gestaltet. Als letzte Maßnahme wird der alte Durchlass vollständig zurück gebaut.

Infoveranstaltung für Anlieger geplant

Für die Anlieger und Nachbarn der Baumaßnahme wird noch vor Baubeginn eine Informationsveranstaltung durchgeführt, in der die geplanten Arbeiten sowie die Auswirkungen auf das Umfeld der Baustelle näher erläutert werden.

Lesen Sie jetzt