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Familie von André bedankt sich bei allen Helfern

Vermisster aus Waltrop wieder da

Nach drei Tagen zwischen Hoffen und Bangen kam gegen 1 Uhr in der Nacht der erlösende Anruf. Der Polizei war auf dem Göttinger Hauptbahnhof ein dort allein sitzender junger Mann aufgefallen. Es war André F. (21). Der junge Mann, beeinträchtigt durch eine geistige Behinderung, war wohl orientierungslos von Castrop-Rauxel nach Niedersachsen gelangt.

Waltrop/Castrop-Rauxel

von Von Bernd Overwien

, 15.11.2014
Familie von André bedankt sich bei allen Helfern

Anhalten vergessen: Ein ICE ist ohne planmäßigen Stopp am Bahnhof Göttingen vorbeigerauscht. Foto: Stefan Rampfel/Archiv

Der ICE-Bahnhof in Göttingen gehört mit rund zehn Gleisen nicht zu den kleineren Bahnhöfen des Landes, aber ab 22 Uhr halten sich kaum noch Menschen in dem Gebäude oder auf den Bahnsteigen auf. Wie genau André dort hingelangt ist, ist nicht bekannt. Der junge Mann ließ nur wissen, er habe sich mal einen Hamburger gekauft. In Göttingen wurde André sofort mit Essen und Trinken versorgt, sagte sein überglücklicher Vater.

In einem Telefonat mit unserer Redaktion zeigte sich die Waltroper Familie sehr erleichtert. Vater Werner F. sagte: "Wir möchten uns bei allen bedanken, die ihre Hilfe angeboten haben". Die Resonanz in den Medien und und in den Internet-Foren sei überwältigend gewesen. Die Familie, die jetzt erst einmal zur Ruhe kommen möchte, bedankt sich auch bei der Kriminalpolizei in Castrop-Rauxel, deren Erfahrung und Engagement letztendlich   

   geführt hat.

André F. ist geistig behindert. Seit September absolviert er ein Praktikum im Bereich der Grünflächenbewirtschaftung des St.-Vincenz-Krankenhauses in Datteln. Eigentlich hätte er am vergangenen Montag, wie in den Wochen zuvor, den SB 24 der Vestischen von Datteln nach Waltrop nehmen müssen - diese Fahrt hatte der junge Mann intensiv geübt, kannte den Weg ganz genau. Doch am Montag war irgendetwas anders. In Castrop-Rauxel wurde er in einem Media Markt gesehen, auch am Busbahnhof sei er noch aufgetaucht, doch dann verlor sich seine Spur. Aufgrund seines Behindertenausweises hätte André F. in ganz Deutschland sein können.

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