Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Finissage: Rapunzels Zopf ist ab

Ausstellungsende im Hammerkopfturm

SCHWERIN Der Zopf ist jetzt ab! Während per CD immer schnellere Trommelrhythmen erklangen, fiel Rapunzels Zopf um Punkt 18 Uhr im Hammerkopfturm herab. Mit diesem akustischen Schlusspunkt wurde die Ausstellung "Rapunzel" beendet.

von Von Ute Diepenbrock

, 01.08.2010
Finissage: Rapunzels Zopf ist ab

<p>Besucher betrachten interessiert das Kunstwerk von Barbara Abendroth, "Die Helden der Arbeit". <p></p></p>

Während hierzu die Künstler in Aktion traten, wandelte sich die Bedeutung des Kunstwerks "Schwarz-Weiß" von Heinrich Deleré. "Für den Künstler versinnbildlichten ursprünglich die zwei langen Plastikfolien in Schwarz und in Weiß die Arbeitsbereiche Unter- und Übertage", erzählt Jan Bormann. Aber so, wie diese Folien im Turm herabhingen, ließen sie schnell "Rapunzels Zöpfe" assoziieren. Während der Finissage verwandelte sich dieses Kunstwerk dann offiziell zu "Rapunzels Haartracht", wobei aber nur der blonde Zopf abgeschnitten wurde.

74 Besucher beim Finale Zur Abschlussveranstaltung kamen zwischen 11 und 18 Uhr insgesamt 74 Besucher, einige darunter zum wiederholten Male. Andere kamen, weil sie bisher keine Zeit hatten. So auch Michael Peters, dem "die "kraftvollen Arbeiten" sehr gut gefielen. Die Besucher konnten die 133 Stufen des Hammerkopfes erklimmen und dabei die über mehrere Etagen verteilten Kunstwerke auf sich wirken lassen. Stärken konnte man sich mit Bäckermeister Auffenbergs Hefezopf, sowie mit fair gehandeltem Kaffee.

Missverständnisse geklärt Mit den acht anwesenden Künstlern kamen die Besucher ins Gespräch und konnten dabei Missverständnisse klären. Beispielsweise wandelte sich während eines Gesprächs mit Barbara Abendroth für mach einen Besucher die Installation "Helden der Arbeit" von farbenfrohen "Fruchtzwergen" zu einem tiefgründig-sozialkritischen Kunstwerk.

Kunst füllt leere Räume Und auch die Künstler teilten ihre Gedanken mit, beispielsweise Christof Schläger: "Der Künstler ist Teil des Transformationsprozesses des Ruhrgebiets. In leeren Räumen verlassener Industriegebäude dürfen sich Kunst und Kultur hineinwagen und diese Räume ausfüllen. So gewinnen Kunst und Kultur an Bedeutung, Kunst bewegt den Geist und regt zum Nachdenken an." Und dies ist seiner Meinung nach mit der Ausstellung "Rapunzel" gelungen.

Am Ende der Finissage blieb jedoch der schwarze Rapunzel-Zopf hängen. Ein Sinnbild der Trauer, oder aber ein Zeichen dafür, dass die Ausstellung zwar endet, die Kunstwerke aber an anderen Orten weiterhin ausgestellt und verkauft werden.

Lesen Sie jetzt