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Fußball-Profi Christopher Nöthe: "Wir bleiben drin"

Pauli-Spieler im Interview

Wie sieht es eigentlich bei Christopher Nöthe, Fußball-Profi aus Rauxel aus? Er steckt als Tabellenletzter mit dem FC St. Pauli tief im Abstiegssog der 2. Bundesliga fest. Im Interview spricht der Rauxeler darüber, wie sich seine Mannschaft retten will.

CASTROP-RAUXEL

, 13.02.2015
Fußball-Profi Christopher Nöthe: "Wir bleiben drin"

Christopher Nöthe steckt mit St. Pauli derzeit im Tabellenkeller der 2. Liga fest.

Herr Nöthe, mit der eigenen Mannschaft auf dem letzten Platz. Etwas Schlimmeres gibt es für einen Fußballer nicht.

Christopher Nöthe: Das ist so. Allerdings muss man sagen, dass wir genug Zeit haben, uns von unten zu lösen und alles gerade zu biegen. Mit nur einem Sieg kann man derzeit die Abstiegszone verlassen.

Am Montag geht es für Ihr Team gegen Ihren Ex-Verein Greuther Fürth. Wäre da für Sie ein Sieg besonders schön?

Für meine Mannschaft wäre es super, wenn es klappen würde. Fürth steckt auch in einem Loch und strotzt nicht vor Selbstbewusstsein. Mit einer "Dreier" könnten wir die Fürther unten mit reinziehen.

Woran hat es bei St. Pauli womöglich gelegen, dass die Mannschaft sich im Abstiegskampf wiederfindet?

Die vielen Trainerwechsel (3 Trainer in einer Saison, Anm.d.Red.) waren nicht optimal für uns. Jeder Trainer hat eine andere Vorstellung mitgebracht und etwas Neues von uns verlangt.

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Christopher Nöthe - Stationen seiner Karriere

Christopher Nöthe wechselt zur Saison 2013/14 von Greuther Fürth nach St. Pauli. Der Absteiger aus der 1. Bundesliga wollte den Vertrag mit Nöthe - im Aufstiegsjahr noch einer der Leistungsträger - nicht verlängern. Sehen Sie hier die Stationen seiner Karriere - vom VfR Rauxel in den Profi-Fußball.
03.12.2010
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In der Saison 2014/2015 steckte Christopher Nöthe zwischenzeitlich als Tabellenletzter mit dem FC St. Pauli tief im Abstiegssog der 2. Bundesliga fest. Es ging aber nochmal gut – der FC packte den Klassenerhalt.© Foto: dpa
Seine Karriere startete Nöthe beim VfR Rauxel: Hier ein Bild aus der F-Jugend mit (o.1.v.r.). Auch mit dabei: Marc Kruska (o.3.v.l.).© Foto: Archiv
Beim VfR und später beim BVB war Nöthe (l.) gemeinsam mit Marc-André Kruska am Ball.© Foto: Jens Lukas
Nach Stationen in Schalke und beim VfL Bochum wechselte Nöthe 2003 in die B-Jugend von Borussia Dortmund.© Foto: Archiv
2007 berief Borussias Regionalliga-Trainer Theo Schneider (oben rechts) den damals 19-jährigen Christopher Nöthe (unten, 2. von rechts) in den Regionalliga-Kader. Dabei war auch der heutige BVB-Linksverteidiger Marcel Schmelzer (vorne links).© Foto: Reminghorst
In der zweiten Mannschaft des BVB wurde Nöthe schnell zum Stammspieler und brachte es auf 9 Tore in 33 Regionalliga-Partien.© Foto: Thomas Bielefeld
Auch auf drei Bundesliga-Einsätze im schwarz-gelben Trikot kam Nöthe im Herbst 2007. Gegen seinen Jugendverein VfL Bochum machte er sein erstes Profi-Spiel von Beginn an.© Foto: dpa
2008 wurde Nöthe für ein Jahr an den Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen ausgeliehen.© Foto: dpa
Wegen einer Knieverletzung zu Saisonbeginn und einem Bänderriss in der Schulter kam Nöthe unter Trainer Jürgen Luginger (rechts) nur auf 14 Spiele, in denen er fünf Tore erzielte.© Foto: dpa
Zur Saison 2009/10 wechselte Nöthe zum Zweitliga-Konkurrenten Greuther Fürth. Dort schaffte er es sofort zum Stammspieler.© Foto: dpa
Unter Benno Möhlmann (r.) war Nöthe einer der wenigen Lichtblicke der Hinrunde 2009/10.© Foto: dpa
Aber auch Möhlmanns Nachfolger Michael Büskens (r.) hält große Stücke auf den Castrop-Rauxeler.© Foto: dpa
Eines seiner Karriere-Highlights dürfte sein Tor zum 1:1 im Viertelfinale des DFB-Pokals 2009/10 gegen Bayern München sein. Fürth verlor das Spiel aber mit 2:6.© Foto: dpa
Zu Beginn der Rückrunde 2010/11 dann der Dämpfer: Wegen einer Verletzung fiel Nöthe länger aus. Zum Start der neuen Saison meldete er sich aber erfolgreich zurück. Im ersten Spiel gegen Frankfurt gelangen ihm zwei Tore - die Partie geht jedoch 2:3 aus.© Foto: dpa
Nöthe - hier mit Sturmpartner Olivier Occean (l.) - scheint anschließend wieder zu seiner Form zu finden: Auch in der ersten Pokalrunde 2011/12 beim 10:0 der Fürther gegen den Sechstligisten Eimsbütteler TV trifft der Castrop-Rauxeler.© Foto: dpa
Die SpVgg Greuther Fürth ist stark in die Zweitliga-Saison 2011/12 gestartet. Mit 12 Punkten belegt das Team nach fünf Spieltagen Platz zwei. Auch Christopher Nöthe hatte bereits ordentlich Grund zum Jubeln: In den ersten fünf Partien erzielte er vier Tore.© Foto: dpa
Christopher Nöthe (r.) jubelt mit Marc Rzatkowski über sein Tor zum 1:0 gegen den VfR Aalen. Bis zum 30. Spieltag der Saison 2013/14 kam Nöthe in 24 Partien zum Einsatz und erzielte dabei vier Tore.© Foto: dpa
Der gute Lauf hält an: Am 6. Spieltag erobert Fürth die Tabellenführung. Nöthe hat bereits fünf Treffer sowie eine Vorlage auf dem Konto. Damit erzielt der Castrop-Rauxeler jedes dritte Tor der "Kleeblätter".© Foto: dpa
Oh, wie ist das schön! Zusammen mit den Team-Kollegen Bernd Nehrig (l.) und Stephan Fürstner (r.) bejubelt Christopher Nöthe am 16. April 2012 den Aufstieg in die erste Bundesliga.© Foto: dpa
Christopher Nöthe (r.), Fußballprofi aus Castrop-Rauxel, bekommt von den Fans eine Bierdusche: Seinem Team, der SpVgg Greuther Fürth, ist der Aufstieg in die Erste Liga nur noch theoretisch zu nehmen.© Foto: dpa
Draußen vor dem Wirtshaus: eine riesige Party, weil der Aufstieg der SpVgg Greuter Fürth feststeht. Mittendrin: die Spieler Gerald Asamoah, Heinrich Schmidtgal und Christopher Nöthe (v.l.).© Foto: dpa
Die Saison 2012/13 in der 1. Bundesliga ist für Christopher Nöthe in der Hinserie eher eine Hängepartie. Zu Saisonbeginn spielt er selten, am Ende der Hinrunde kommt er öfter zum Einsatz, zeigt sich im Abschluss aber ähnlich harmlos wie der gesamte Fürther Sturm.© David Ebener (dpa)
Christopher Nöthe (*03.01.1988) spielte bis Sommer 2013 für die Spvg Greuther Fürth und ist mittlerweile am Millerntor beim FC St. Pauli gelandet.© Foto: dpa
Beim FC St. Pauli kam Christopher Nöthe in den ersten fünf Spielen der Zweitliga-Saison 2013/14 immer zum Einsatz, wurde aber dreimal nur eingewechselt. Für Aufsehen sorgte eine vergebene Großchance Nöthes bei der 0:1-Niederlage gegen Arminia Bielefeld.© Foto: dpa
Schlagworte Castrop-Rauxel

Wie etwa der Vorgänger des aktuellen Trainers Ewald Lienen: Thomas Meggle.

Bei ihm bin ich als Stürmer ins Mittelfeld zurückgezogen worden. Da waren die Wege zum Tor länger. Ich hatte nicht mehr so viele Strafraum-Aktionen wie zuvor, sondern habe viel mehr um den 16er herum gespielt.

Dann kam im Dezember die Verletzung. Hat Sie die arg zurückgeworfen?

Ich hatte mir vor Weihnachten einen Sehnenanriss und einen Muskelfaserriss zugezogen - bin aber wieder 100 Prozent fit. Nach dem Wintertrainingslager in der Türkei habe ich noch individuelles Training eingelegt.

2015 sind Sie noch nicht zum Einsatz gekommen. Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie Ihren Stammplatz zurückgewinnen können?

Unser Kader ist mittlerweile 32 Spieler groß. Jede Position ist nicht doppelt, sondern dreifach besetzt. Wenn ich meine Chance bekomme, werde ich sie ergreifen. Wenn man unten steht, kann man sich nicht auf Verdienste aus besseren Zeiten berufen.

Werden die St. Pauli-Fans nicht bereits unruhig, dass die Mannschaft absteigen könnte?

Tatsächlich sind die Fans ein wenig unentspannter geworden. Einige rufen sogar bereits "3. Liga, tut nicht weh". Wir als Mannschaft sehen das aber anders und werden es bestimmt schaffen, drin zu bleiben.

Bei Borussia Dortmund sind Sie Profi geworden. Wie schätzen Sie Misere des BVB im Abstiegskampf ein?

Aus der Ferne betrachtet kann man nicht viel dazu sagen. Einige Teams wie Augsburg haben sich weiterentwickelt. Und: Wolfsburg spielt jetzt den aggressiven Fußball, der den BVB vor zwei Jahren noch ausgemacht hat.