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Griechische Fußballfans freuen sich auf Public Viewing

EM-Vorbereitungen

Die EM-Laune steigt. Genau zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft ist in ganz Castrop-Rauxel die Vorfreude auf das Großereignis spürbar. Und speziell im Kulturzentrum Agora laufen bei der Griechischen Gemeinde die Vorbereitungen auf Hochtouren.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 25.05.2012
Griechische Fußballfans freuen sich auf Public Viewing

Fiebern mit für Griechenland (v.l.): Ioannis Andronikos, Stella Ananiadou, Ioannis Papadopoulos, Thorsten Schnelle und Stavros Sianas.

An immer mehr Autos wehen schwarz-rot-goldene Fahnen und auch viele Außenspiegel sind in den Nationalfarben geschmückt. Im Kulturzentrum Agora in Ickern treffen wir Ioannis Papadopoulos. Mit Stella Ananiadou hält er dort die griechische Fahne hoch. Gemeinsam stecken sie gerade in den Vorbereitungen für das Public Viewing. „Zum dritten Mal nach 2008 und 2010 zeigt die Bürgerstiftung Agora alle Spiele der deutschen und der griechischen Mannschaft auf einer großen Leinwand“, sagt Ioannis Papdopoulos. Schnell kommen weitere ehrenamtliche Helfer dazu. Und natürlich reden sie über Fußball.  „Wir diskutieren viel über die richtige Aufstellung unserer Elf. Vor allem über die Torhüter. Da sind wieder die Altgedienten dabei – die sind immer für Fehler gut“, erzählt Ioannis Andronikos. „Ein bisschen trauern wir auch Otto Rehhagel nach“, wirtft Papadopoulos ein. 2004 hatte der deutsche Startrainer die Griechen sensationell zum Euopameistertitel geführt. Ist so ein Erfolg für das inzwischen so gebeutelte Land erneut denkbar? „Wir müssen dasselbe defensive System spielen. Anders geht das nicht“, meint Stavros Sianas. Auf jeden Fall wird die Euro auch in der Heimat für Ablenkung im Krisen-Alltag sorgen. „Die gucken Fußball – das andere ist erstmal Nebensache“, so Ioannis Papadopoulos.

 Am Freitag, 25. Mai, wird in der Agora mit dem Aufbau für das Rudelgucken begonnen. Dann gibt es einige Testläufe und schließlich den Großeinkauf, damit auch keiner der Gäste verhungern oder verdursten muss. Zum Eröffnungsspiel, das Griechenland am 8. Juni gegen EM-Gastgeber Polen bestreitet, wird alles tiptop sein. „Wir erwarten wieder guten Zuspruch und eine gute, friedliche Stimmung“, sagt Thorsten Schnelle, der Leiter des Agora-Zentrums.  Der Eintritt ins Agora-Zentrum ist genauso frei wie der in die Europahalle. Dort tut Geschäftsführer Peter Breuer wieder alles, damit eine tolle Stadionatmosphäre aufkommt. „Wir zeigen alle deutschen Spiele. Vor dem ersten Spiel gegen Portugal am 9. Juni wird die Band ‚S geht‘ mit ihrem Euro-Song ’Der 12. Mann‘ auftreten“, kündigt Breuer an. Strenger denn je werden die Sicherheitskontrollen am Eingang sein.

„Wir werden richtige Schleusen haben und alle Besucher überprüfen. Auf keinen Fall dürfen pyrotechnische Gegenstände mit in die Halle gebracht werden“, sagt Peter Breuer. Nach den Vorkommnissen beim jüngsten Skandalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC werden die Sicherheitsvorkehrungen gegenüber den Vorjahren deutlich verschärft. „Bisher ist aber bei allen Public Viewings seit 2006 keine Pyrotechnik gefunden worden und es ist immer alles friedlich gewesen. Auch diesmal soll die Euro bei uns wieder ein Familienfest werden“, so Breuer.  Freuen würde sich der Forum-Chef, wenn er diesmal wieder ein Finale und kein Spiel um Platz 3 mit deutlich weniger Fans und lauwarmer Stimmung zeigen müsste.

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