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Grünes Licht für Städtepartnerschaft

Warten auf Ratsbeschluss

Dass deutsche Fahnen in Griechenland verbrannt werden, findet die stellvertretende Bürgermeisterin der griechischen Stadt Trikala nicht gut. Gerade ist sie in Castrop-Rauxel zu Gast. Sie und Johannes Beisenherz setzen sich dafür ein, dass die deutsch-griechische Freundschaft nicht kaputt geht.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 15.06.2012
Grünes Licht für Städtepartnerschaft

Die stellvertretende Bürgermeisterin aus Trikala, Vasso Kakla (3.v.r.), begrüßten Bürgermeister Johannes Beisenherz und die Integrationsbeauftragte Ayla Dalkilinc (l.) im Rathaus. Begleitet wurde Vasso Kakla von Dimitris Alekos (3.v.l.), Katja Manou (r.) und dem heimischen Unternehmer Konstantinos Boulbos (2.v.r.).

„Die Völker Europas sollten sich die Hand reichen“, sagt Vasso Kakla. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Trikala in Zentral-Griechenland ist an diesem Wochenende in Castrop-Rauxel zu Gast, weil zwischen beiden Städten eine Partnerschaft bevor steht. Auf diese freut sich die Griechin.

Trikala in Thessalien ist die Geburtsstadt des Vaters der Medizin, Aesculap, des legendären griechischen Musikers Vassilis Tsitsanis und des hiesigen Unternehmers Konstantinos Boulbos. Letzterer hat sich in den vergangenen Monaten vor dem Hintergrund der Euro-Krise für die Völkerverständigung eingesetzt und die Städte Castrop-Rauxel und Trikala zueinander gebracht. „Wir haben erlebt, dass deutsche Fahnen in Athen verbrannt wurden. Das darf nicht passieren. Die deutsch-griechische Freundschaft darf nicht kaputt gehen“, sagte Boulbos beim Empfang durch Bürgermeister Johannes Beisenherz im Rathaus.

Durch die internationale Politik und von Boulevard-Zeitungen wurden in letzter Zeit verstärkt Missstimmungen zwischen Griechenland und Deutschland ausgelöst, erklärte Vasso Kakla. Umso wichtiger sei das Zusammenkommen der Völker.  "Ressentiments dürfen in unseren Herzen keinen Platz haben“, betont Kakla. Sie sei hier hergekommen, um die Städtepartnerschaft nach vorne zu bringen.Grünes Licht  Bürgermeister Johannes Beisenherz teilte ihr erfreut mit, dass er am 5. Juli im Rat mit einem einstimmigen Votum für die Partnerschaft rechne.  Auch in Trikala, verkündete Kakla, stünden die Zeichen auf Grün. Sogar das griechische Innenministerium, das einer Partnerschaft grundsätzlich zustimmen müsse, habe sein Okay signalisiert.  Seit langem schon besteht eine Verbindung zwischen der bayrischen Stadt Amberg und Trikala. Die Begründung einer zweiten Städtepartnerschaft in Deutschland ist dadurch aber nicht ausgeschlossen.

 Trikala ist mit fast 80 000 Einwohnern etwas größer als Castrop-Rauxel. Die Menschen dort leben vor allem von Landwirtschaft und Tourismus. Die Fotos in einem Bildband, die Vasso Kakla überreichte, machte Beisenherz bereits Appetit auf den Gegenbesuch. „Die Bilder laden in die Stadt ein. Und die griechische Gastfreundschaft ist ohnehin sprichwörtlich“, sagte er und freute sich über ein typisches Gastgeschenk, einen Ouzo.

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