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Haupt-und Gesamtschule machen gemeinsame Sache

Sekundarschule

Die Kontroverse über die künftige Schullandschaft im Norden der Stadt hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Die Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) und der Franz-Hillebrand-Hauptschule (FHHS) wollen gemeinsam in einer vollintegrierten Sekundarschule am Standort der jetzigen Fridtjof-Nansen-Realschule aufgehen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 11.05.2012
Haupt-und Gesamtschule machen gemeinsame Sache

Neue Schulpartner im Norden: Peter Braukmann und Christiane Harder (FHHS) sowie Wolfgang und Hermann Böcker (JKG, v.l. )

„Wir sind der Meinung, dass die Sekundarschule diejenige Schulform ist, die in die Schullandschaft des Castrop-Rauxeler Nordens am besten passt“, erklärten Schulleiter Peter Braukmann und seine Stellvertreterin Christiane Harder (FHHS) sowie deren JKG-Pendants Wolfgang und Hermann Böcker gestern bei der Vorstellung ihrer Schulpartnerschaft. Gleichzeitig sprachen sie der FNR die Kompetenz ab, „Schule für alle“ sein zu wollen. Ein entsprechendes Konzept zur künftigen Integration von Hauptschülern hatte die FNR-Schulleitung jüngst vorgestellt. Das FNR-Versprechen „Wir können das“ sei mit der Schulform Realschule nicht zu halten, erklärte Wolfgang Böcker.

Es würde dazu führen, dass leistungsschwächere Schüler „sechs Jahre unnötig frustriert“ auf der Schule verbringen müssten. Hermann Böcker verwies darauf, dass die Realschule überhaupt nicht die finanziellen Ressourcen besäße, Parallelunterricht zu erteilen.Zusammenfassend stellten die vier Pädagogen fest: „Vom Schuljahr 2013/14 kann es im Norden nur eine weiterführende Schule geben, und das soll eine Sekundarschule am Standort Lange Straße sein“.

Zur Begründung ihrer Entscheidung führten sie noch einmal ausführlich die Vorteile der neuen Schulform ins Feld: Kleinere Klassen, bessere Lehrer-Schüler-Relation sowie weniger Unterrichtsverpflichtung für die Lehrer: „Bei allen harten Fakten schneidet die Sekundarschule besser ab“, sagte Braukmann. Alle vier verwiesen auf die größere Kompetenz von JKG und FHHS im Umgang mit „schwierigen Lerngruppen“. Braukmann räumte ein, dass mit dem Votum der beiden Schulen eine für Eltern sehr schwierige Situation entstanden sei. Man werde jedoch offensiv und öffentlich für die Sekundarschule werben, und zwar unter anderem am 22. Mai zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr auf dem Ickerner Markt.

 In einer ersten Reaktion erklärte FNR-Chef Alfred Horn, dass er diesen Schritt erwartet habe. Gleichzeitig warnte er die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung davor, „bewährte Stützen des Schulsystems wegzuhauen“. Gleichzeitig lud er die Lehrerschaft von JKG und FHHS ein, „Realschullehrer zu werden. Demgegenüber forderte Bürgermeister Johannes Beisenherz Horn zur Kooperation mit den beiden Ickerner Schulen auf.   

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