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Höchste Zeit für den richtigen Obstbaumschnitt

Gartenarbeit im Februar/März

Im Habinghorster Seniorengarten erfuhren Interessenten von Stephan Bevc am Sonntag den richtigen Dreh für den richtigen Schnitt am heimischen Obstbaum. Von Bevc gab es aber auch einen gärtnerischen Seitenhieb.

Habinghorst

, 26.02.2018
Höchste Zeit für den richtigen Obstbaumschnitt

Stephan Bevc vom Bezirksverband der Kleingärtner zeigte genau, wo der richtige Obstbaumschnitt anzusetzen ist. © Volker Engel

Der Seniorengarten an der Kampstraße erweckte am Sonntag den Eindruck, als läge er noch tief im Winterschlaf. „Die Natur schläft aber nicht“, sagte Stephan Bevc vom Bezirksverband der Kleingärtner. Er zeigte an zehn jungen Obstbäumen, wie der richtige Schnitt vorgenommen werden muss, um die Bäume auf die neue Wachstumsphase vorzubereiten.

Intensive Schulung für wenige Teilnehmer

Bei eisigen Temperaturen traf sich nur eine kleine Gruppe von Hobbygärtnern. Dafür fiel die Baumschnittschulung durch Stephan Bevc umso intensiver aus. Die Teilnehmer durften das Erlernte sogar vor Ort in die Tat umsetzen. Worauf es beim richtigen Schnitt ankommt, demonstrierte der Profi zunächst an einem Apfelbaum. „Eigentlich stehen die Bäume hier ganz schön ungünstig“, stellte er fest. Entlang einer Mauer reihen sich im Seniorengarten nach seiner Einschätzung auf viel zu geringem Abstand von höchstens zwei Metern zehn unterschiedliche Obstbäume. „Auch der Abstand zur Mauer ist viel zu klein“, so Bevc. Schließlich werde die Krone dieser Bäume später drei Meter groß.

Höchste Zeit für den richtigen Obstbaumschnitt

Die Bäume im Seniorengarten stehen aus Sicht von Stephan Bevc zu eng beieinander und zu nah an der Mauer. © Volker Engel

Aus einem Eimer holte er eine Gartenschere und besprühte sie mit Desinfektionsmittel. Seine Behauptung, dass die Bäume heute eher von Pilzkrankheiten befallen seien als früher, weil heute die Luft viel zu sauber sei, hörte sich erst mal paradox an. „Stimmt aber“, sagte er. „Der hohe Schwefelgehalt in der Luft hat früher dafür gesorgt, dass Schädlingspilze gar keine Überlebenschance hatten.“ Zur Demonstration zeigte er den Hobbygärtnern, wie vertrocknete, vom Pilz befallene Triebe aussehen. „Die schneide ich jetzt erst mal ab“, sprach er und schritt zur Tat. Die Teilnehmer lernten den Unterschied zwischen Wassertrieben und Fruchtholz kennen. Schlafende Augen und Wuchsrichtung der Triebe waren auch Thema.

Den richtigen Schnitt selbst setzen

Nach den ausführlichen Erklärungen waren schließlich die Teilnehmer gefordert. „Wir haben hier ja genug Bäume, jetzt sind sie dran“, ermunterte Bevc die Gäste. Angelika Pöppel machte ihren ersten Baumschnitt richtig gut. Für sie steht jetzt fest: „Endlich weiß ich, worauf ich achten muss. Jetzt werde ich den Schnitt an meinem Apfelbaum zu Hause selbst ausprobieren.“ „Für den Baumschnitt wird es jetzt höchste Zeit“, kommentierte Bevc. Denn die Bäume stünden schon im Saft. Beim ersten warmen Tag werden die jungen Äste austreiben. Und dann sei es für einen Schnitt schon fast zu spät. Dennoch sollte der Hobbygärtner den für diese Woche angesagten Frost lieber noch abwarten.

Neben dem Baumschnitt zeigte Bevc den Teilnehmern noch Tricks für die Veredelung von Bäumen. Gar nicht langweilig waren auch seine Tipps für die richtige Pflege. „Die Mumien müssen weg“, warf er zwischendurch ein, als er vertrocknete kleine Äpfel vom letzten Herbst an einem Baum entdeckte. „Die können Krankheiten und Pilze enthalten und den Baum schädigen“.

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