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"Ickern Methan 1" wird startklar gemacht

ICKERN Es sieht gut aus in Sachen Verstromung des Klimakillers Methangas am Deininghauser Weg. Wie Michael Kaminski von der Minegas GmbH aus der Evonik-Familie im jüngsten Umweltausschuss berichtete, waren die Probebohrungen erfolgreich.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 04.12.2007
"Ickern Methan 1" wird startklar gemacht

<p>Die Methan-Baustelle am Deininghauser Weg. Archiv</p>

So sei man zum einen tatsächlich auf eine intakte Strecke im alten Grubenraum von Victor 3/4 getroffen. Und zum anderen verspreche die Qualität, sprich Konzentration des Methans, dass sich in Ickern drei Fliegen mit einer Klappe schlagen lassen.

Das Methan wird unschädlich gemacht, durch die Umwandlung in Strom lässt sich jede Menge Kohlendioxid sparen und die Minegas verdient damit das erhoffte Geld.

1,5 Mio. Euro pro Maschine

Denn die Investition am Deininghauser Weg ist beträchtlich. Mal abgesehen von dem von der RWE erworbenen 2000 qm großen Grundstück und den Kosten für die Probebohrungen kostet eine Maschine 1,5 Mio. Euro. Die Marschroute von Minegas zielt darauf ab, drei Maschinen am Standort aufzustellen, möglich wären sogar vier. "Auf Dauer", so Kaminski, "werden dort zwei oder drei Maschinen im Einsatz sein."

Start für die Verstromung soll im zweiten oder dritten Quartal im kommenden Jahr sein. "Ickern Methan 1" muss vorab nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und dem Bergrecht genehmigt werden. Das Blockheizkraftwerk mit seinen Maschinen wird von der Höhe kleiner sein als vier Meter und im Gegensatz zur Bochumer Straße wird es dort keine Einhausung geben. "Beim Lärmschutz liegen wir unterhalb der Grenzen", verdeutlichte Kaminski. Auch was die zukünftig geplante Wohnbebauung an der Recklinghauser Straße angehe.

Wärme nutzen

Auf Nachfrage von Norbert Winge (CDU) versicherte Kaminski, dass die Sicht für den Autoverkehr in der Kurve keinesfalls durch den Bau beeinträchtigt werde. Ulrich Werkle (Grüne) interessierte vor allem die Frage, was mit der beim Umwandlungsprozess entstehenden Wärme passiert. Kaminski zuckte bedauernd die Schultern: "Wie es aussieht, geht die Wärme in die Atmosphäre." Was energetisch absolut bedauerlich sei.

Deshalb sei die Minegas auch mit einem benachbarten Entsorger im Gespräch. Aber natürlich müsse sich das Ganze auch rechnen.

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