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Ickerner Schüler lieferten sich ein Schach-Duell

Mit Video

Dass nicht nur ältere Herren Spaß am Schachspielen haben, haben am Dienstag Ickerner Grundschüler bewiesen. Sie lieferten sich im Trafo mehrere Duelle im Spiel der Könige, dessen Regeln gar nicht so schwer sind. Zumindest erklärt Ertay (8) sie in unserem Video ziemlich plausibel.

ICKERN

von Matthias Stachelhaus

, 28.10.2016
Ickerner Schüler lieferten sich ein Schach-Duell

Auf einem Schachturnier im Trafo messen Kinder der OGS Alter Garten und Am Busch ihr Können.

„Reicht euch die Hand, wünscht ein schönes Spiel und dann kanns losgehen“, gibt Dieter Rathke vom Schachverein SK-Ickern 60 seinen Schützlingen mit auf den Weg. Dann wird es still im Raum. Die Schach AGs der OGS Am Busch und der OGS Alter Garten spielen im Jugendzentrum Trafo ein Turnier gegeneinander.

Seit sieben Jahren gibt es an den beiden offenen Ganztagsschulen je eine Schach AG, die vom SK Ickern 60 betreut wird. Genauer gesagt von Dieter Rathke, Udo Schweiger und Karl-Heinz Linde, die die Schülern einmal in der Woche für zwei Stunden im Spiel der Könige unterrichten.

Michaela Kempf, Koordinatorin an der OGS Am Busch, meint, dass „die Arbeit der drei Herren ist mit Gold nicht aufzuwiegen“. Denn das Angebot komme sehr gut bei den Schülern an. Die Schach AG an ihrer Schule hat 18 Mitglieder und die Schüler haben nicht nur viel Spaß am Spiel. „Schach hilft mir, mich besser zu konzentrieren und geduldig zu sein“, erzählt Ertay (8), „und Herr Rathke ist der beste Lehrer, den ich habe“.

Unterstützung von "1000 Euro für 1000 Vereine"

Beim Turnier am Dienstag im Jugendzentrum Trafo gibt es natürlich auch Pokale – allerdings nicht für den Sieger, sondern für den jüngsten Teilnehmer und das einzige Mädchen. Und je einen für jedes Team. „Der Spaß steht im Vordergrund“, sagt Dieter Rathke über das Ziel des Turniers, das auch von der Aktion „1000 Euro für 1000 Vereine“ vom Land unterstützt wird.

Das Geld fließt aber nicht nur in die Pokale, Trikots für die Teilnehmer und neue Schachspiele für die AGs. „Wir haben auch zwei überdimensionale Schachbretter gekauft, um in den beiden Schulen eine Schachecke einzurichten“, so Rathke.

Start mit einfachen Grundlagen

Um die Kinder, die zum Teil schon in der ersten Klasse den AGs beitreten, mit den Regeln und Strategien des Schachspiels nicht zu überfordern, fangen die Betreuer mit ganz einfachen Grundlagen an.

„Am Anfang erklären wir den Aufbau der Schachfiguren auf dem Spielfeld, dann deren Werte“, sagt Linde dazu. So bekämen die Schüler schnell eine Idee davon, dass der Verlust eines Bauers leichter zu verschmerzen sei als der eines Turmes oder gar der Dame. „Später kommen dann einfache Strategieaufgaben dazu. Udo Schweiger lobt an dieser Stelle den Ehrgeiz mancher Schüler: „Die wollen das Matt in zwei Zügen dann auch hinbekommen, auch wenn es länger dauert.“

Auch einige Merksätze habe er den Kindern beigebracht. So hört man bei Turnierbeginn immer mal wieder den Regelsatz „Schwarze Dame, schwarzes Feld“ oder im weiteren Verlauf, als Tipp gegeben: „Springer am Rand bringt Kummer und Schand.“

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