Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Keine Gefahr durch Pikrinsäure

CASTROP-RAUXEL Erst Dortmund, dann Witten, jetzt Herne: Pikrinsäure für den Chemieunterricht an Schulen scheint verbreiteter zu sein, als zunächst angenommen. In Castrop-Rauxel allerdings, das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage am Telefon, bei der wir mit drei Schulleitern sprachen, spielt die hochexplosive Pikrinsäure keine Rolle.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 12.08.2008
Keine Gefahr durch Pikrinsäure

Bei Vergiftungen mit Säuren, Laugen oder anderen aggressiven Substanzen hilft es, dem Betroffenen kleine Schlücke Wasser oder Tee zu geben, damit das Gift verdünnt wird. Auf keinen Fall zum Erbrechen bringen. Auch Milch hilft entgegen der allgemeinen Vorstellungen nicht.

"Haben wir nicht", vermeldeten sowohl Wilfried Middeke, Schulleiter am Adalbert-Stifter-Gymnasium, wie auch Dr. Ronald Jankovics, Schulleiter am Ernst-Barlach-Gymnasium. Beide befragten sofort nach Bekanntwerden des Dortmunder Vorfalls ihre Chemiker und bekamen Entwarnung.

Regelmäßige Kontrolle "Ich gehe davon aus, dass alles in Ordnung ist", erklärte Gudrun Höhle, Leiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule. Die WBG habe einen Gefahrstoffbeauftragten - wie jede andere Schule auch. Der habe ständig auf dem Laufenden zu sein, zumal es immer mal wieder neue Vorschriften zu bestimmten Arbeits- und Unterrichtsmaterialien gebe. Im Kunstunterricht dürfe z.B. eine bestimmte Sorte von Specksteinen nicht mehr verwendet werden, die besonders viel staubt.

Pikrinsäure wird an manchen Schulen im Fach Chemie eingesetzt, um Farbnachweise zu führen. Bei einer Lagerung unter Wasser droht keine Gefahr, in den bekannt gewordenen Fällen war das Wasser offenbar völlig verdunstet.

Lesen Sie jetzt