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Kruska: "Erste Liga ist aktuell kein Thema für mich"

Fußball-Profi aus Castrop-Rauxel

Was macht eigentlich Marc Kruska, Fußball-Profi aus Rauxel? Mit dem FSV Frankfurt durfte er sich freuen über ein 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg und nun sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone der 2. Bundesliga. Im Interview spricht der 27-Jährige über die Situation in seinem Verein sowie seine Nah- und Fernziele.

CASTROP-RAUXEL

, 10.02.2015
Kruska: "Erste Liga ist aktuell kein Thema für mich"

Fußball 2. Bundesliga 13. Spieltag: VfR Aalen - FSV Frankfurt am 07.11.2014 in der Scholz-Arena in Aalen (Baden-Württemberg). Marc-Andre Kruska von Frankfurt streckt die Hände aus. Foto: Stefan Puchner/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Herr Kruska, war der Sieg gegen Nürnberg schon der entscheidende Befreiungsschlag für Ihre Mannschaft?

Das war auf jeden Fall ein wichtiger Sieg, weil einige Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte auch gepunktet haben - zum Glück nicht 1860 München (16./Anm.d.Red.).

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Marc-André Kruska - Stationen seiner Karriere

Der Castrop-Rauxeler Marc-André Kruska hat sich im Profifußball etabliert. Wir haben ihn dabei begleitet. Hier finden Sie die Stationen seiner Karriere in Bildern.
27.10.2010
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Marc Kruska (l.) ist mit dem FSV Frankfurt zur Saison 2015/16 in die 3. Liga abgestiegen. Für den Rauxeler geht es zwar eine Liga tiefer, aber das nicht in Frankfurt sondern in Paderborn.© Foto: dpa
Ein Bild aus alten Zeiten beim VfR Rauxel: Marc Kruska (o.3.v.l.) spielte bei den F-Junioren. Auch mit dabei: Kruskas heutiger Zweitliga-Kollege Christopher Nöthe (o.1.v.r.).© Foto: Archiv
Nicht nur beim VfR, auch später beim BVB war Kruska (r.) gemeinsam mit Christopher Nöthe am Ball, der demnächst für den FC St. Pauli aufläuft.© Foto: Jens Lukas
Beide besuchen gerne ihre alte Wirkungsstätte, das "Waldstadion".© Foto: Jens Lukas
Seine Wurzeln beim VfR hat Marc nie vergessen.© Foto: Jens Lukas
Sein Weg führte ihn zu Borussia Dortmund. Viereinhalb Jahre sollte der Mittelfeldspieler das Trikot des BVB tragen.© Foto: dpa
Mit 17 Jahren und fünf Monaten feierte er am 13.11.2004 sein Erstliga-Debüt für den BVB. Dabei spielte der 1987 geborene Kruska mit internationalen Stars wie den beiden Tschechen Jan Koller (l.) und Tomas Rosicky zusammen.© Foto: dpa
Für Borussia Dortmund machte Marc Kruska insgesamt 105 Spiele und erzielte zwei Tore.© Foto: dpa
Für die U19-Auswahl trug Marc-André (l.) das Trikot mit dem Adler - hier gegen die Niederlande.© Foto: dpa
In der U21 war Marc Kruska (r.) - hier mit Andreas Beck gegen Luxemburg - sogar zwischenzeitlich Kapitän.© Foto: dpa
Im März 2009 war Kruska (u.2.v.l.) Teil der deutschen U21-Nationalmannschaft und lief mit Spielern wie Manuel Neuer (o.l.) oder Jerome Boateng (o.2.v.r.) auf. Damals ebenfalls dabei: der Castrop-Rauxeler Baris Özbek (u.r.).© Foto: dpa
Trainer Jürgen Klopp im Gespräch mit Marc-André Kruska. Beim BVB-Coach hatte der junge Rauxeler einen schweren Stand.© Foto: imago
Neues Trikot, neue Heimat: Kruska wagte den Schritt von Dortmund nach Belgien. In der Winterpause 2008/2009 unterschrieb der Rauxeler beim FC Brügge. © Foto: Archiv
Bei Brügge trug Marc-André die Rückennummer 24.© Foto: Jens Lukas
Dann die Rückkehr nach Deutschland - jedoch nicht zum BVB, sondern nach Cottbus: Kruska (l.) trägt seit der Saison 2009/2010 das Trikot der Lausitzer.© Foto: dpa
Dabei konnte sich der Castrop-Rauxeler (l.) - hier gegen Hertha BSC Berlin - direkt in die Startelf spielen.© Foto: dpa
Beim FC Energie Cottbus übernimmt Marc-André Kruska (Mitte) Verantwortung: Neben dem Kapitänsamt schießt er auch die Elfmeter - wie hier im Pokalspiel gegen den SC Freiburg (26.10.2010).© Foto: dpa
Erfolgreich im Pokal: Marc Kruska (l.) zog 2010/11 mit dem FC Energie Cottbus ins Halbfinale des DFB-Pokals ein - dabei schaltete er 1899 Hoffenheim mit David Alaba aus.© Foto: dpa
Marc - hier im Viertelfinale gegen Hoffenheims Gylfi Sigurdsson - hat schon Endspielerfahrung im Pokal: Er stand bei Borussia Dortmunds Finale 2008 gegen den FC Bayern im Kader und saß auf der Bank.© Foto: dpa
Doch aus einer Wiederholung wurde nichts: Im Halbfinale des DFB-Pokals 2010/11 war für Kruska und den FC Energie Endstation. Die Cottbuser verloren 1:2 beim MSV Duisburg. Hier eine Szene aus der Zweitliga-Begegnung der beiden Teams, in der Kruska (l.) Duisburgs Filip Trojan unsanft stoppt.© Foto: dpa
Marc-Andre Kruska (li.) und Frankfurts Matthias Lehmann im Zweikampf um den Ball. In der Saison 2011/2012 war Kruska Stammspieler und absolvierte 33 von 34 Zweitliga-Spielen.© Foto: dpa
Marc-Andre Kruska (re) diskutiert mit Mannschaftskamerad Boubacar Sanogo über Tabellenplatz acht nach der Saison 2012/2013.© Foto: dpa
Der Castrop-Rauxeler Marc-André Kruska (*29.06.1987) war Stammspieler und Kapitän bei Energie Cottbus bevor er aussortiert wurde. Zur Rückrunde der Saison 2013/14 wechselte er zum FSV Frankfurt.© Foto: dpa
Mit dem FSV Frankfurt kämpfte Marc-André Kruska (l.), hier im Einsatz gegen Kaiserslautern, in der Rückserie der Saison 2013/14 um den Klassenerhalt in der zweiten Liga. Nach der Saison 2015/16 musste der FSV dann absteigen – ebenso wie Kruskas neuer Verein SC Paderborn.© Foto: dpa
Schlagworte Castrop-Rauxel

Mit einer direkten und einer indirekten Torvorbereitung hatten Sie Ihren Anteil am Sieg…

Ja, ich bin froh, dass ich der Mannschaft da helfen konnte. Wir haben in der ersten Halbzeit klasse gespielt und uns mit dem 1:0 belohnt. Das 1:1 haben wir durch eine Standardsituation kassiert. Zum Glück konnte ich den Ball erobern, der zum 2:1 geführt hat. Ehrlich gesagt, würde ich gerne aber auch einmal ein Tor schießen. Das ist mir in meiner Zeit beim FSV Frankfurt nämlich noch leider nicht gelungen.

Wie viele Punkte wird man in dieser Saison in der 2. Liga benötigen, um sicher drin zu bleiben?

Das ist in diesem Jahr schwer zu sagen. Ich denke: 40 Punkte. Allerdings sind einige Mannschaften, die gut aufgestellt sind hinter uns. Und Erzgebirge Aue hat in der Winterpause personell aufgerüstet. Auf diese Mannschaft müssen wir auch achten.

Auch St. Pauli mit dem Castrop-Rauxeler Christopher Nöthe steckt im Abstiegskampf. Haben Sie zu ihm derzeit Kontakt?

Wir haben uns zuletzt geschrieben. Dabei ging es vor allem darum, dass ich hören wollte, wie es ihm nach seiner Verletzung geht - und wir haben uns über unsere Kinder ausgetauscht.  

Ihr Vertrag in Frankfurt läuft noch bis zum Sommer 2016. Wie steht es da um Ihr Fernziel "1. Bundesliga", das Sie vor einem Jahr formuliert haben?

Ich glaube nicht, dass aktuell die 1. Liga ein Thema für mich ist. Wichtig ist, dass ich gesund und fit bleibe.

Bei Borussia Dortmund sind Sie Profi geworden. Wie schätzen Sie Misere des BVB im Abstiegskampf ein?

Ich war zuletzt beim Champions-League-Spiel gegen Anderlecht im Stadion. Da haben die Dortmunder gut gespielt. Ich denke, ihr Problem in der Bundesliga war, dass einige verletzte Spieler zu schnell wieder integriert wurden. In der 1. Liga reicht es nicht mit 90 Prozent Fitness aufzulaufen, weil kleine Fehler entscheidend werden können.

Was ist Ihr Urteil zum Fußball in Castrop-Rauxel?

Ich verfolge noch das Geschehen. Ich denke, ein Landesligist würde der Stadt gut zu Gesicht stehen. Das heißt für Frohlinde: Gas geben.