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Kurze Zivizeiten bringen Probleme

Nur sechs Monate

CASTROP-RAUXEL Heike Thanscheidt, Pflegedienstleiterin im St. Rochus-Hospital, fürchtet die Konsequenzen durch die Kürzung der Zivildienstzeit von neun auf sechs Monate, gültig seit dem 1. Juli. Noch haben alle fünf Zivis, 9-Monats-Verträge.

von Von Gabi Regener

, 02.08.2010
Kurze Zivizeiten bringen Probleme

Ein Zivi für den Bereich Stadtgrün.

Einer ist im OP, ein zweiter auf einer Station eingesetzt. Das wird es, so Thanscheidt, bei kürzerer Zivizeit nicht mehr geben. "Dann kommen nur noch Bereiche mit einer kurze Einarbeitung in Frage, wie Fahrdienst, Technik oder EDV."

Die Lücken, die die verkürzte Dienstzeit reißt, seien nicht zu füllen, und jemanden für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu finden, sei schwer. Genau das hat Jasmin Körner, Leiterin der AWO-Seniorenheime in Ickern und an der Bahnhofstraße, geschafft. Ein Zivi, der seine neun Monate gerade abgeleistet, aber keine Lehrstelle gefunden hat, hängt nun ein FSJ dran.

Ein Glücksfall. Aber auch Zivis, die nur ein halbes Jahr bleiben, werden genommen. Allerdings nicht in der Patientenbetreuung. "Da muss ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden, das ist in der kurzen Zeit nicht möglich", so die Leiterin. Machbar seien der Hol- und Bringdienst, Hausmeistertätigkeiten und Gartenarbeiten. Und da gibt es sogar noch Chancen: An der Bahnhofstraße sind noch zwei Zivi- und zwei FSJ-Stellen frei. Im Ickerner Heim fängt im September der erste Zivi mit einem 6-Monats-Vertrag an. Er hat aber signalisiert, freiwillig zu verlängern. Neun Monate haben die vier Zivis noch im Vertrag stehen, die gestern bei der hiesigen Feuerwehr angefangen sind und zunächst vier Wochen im Münster geschult werden. Das würde sich bei einer kürzeren Zeit nicht mehr rechnen, heißt es. Keine Probleme mit der Verkürzung um ein Drittel der Zeit sieht dagegen Klaus Breuer, Leiter des Bereichs Stadtgrün. "Zivis nehmen wir nach wie vor, wir haben ja keine lange Anlernphase", sagt er.

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