Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

„Man kann nur streiten, ob die Veränderung zumutbar ist“

Bolzplatz-Streit Alter Garten geht weiter

Walther Winkelmann ist eigentlich keiner, der Bolzplätze nutzt. Auch seiner Kinder nicht. Er ist höchstens als Opa mit der Streitsituation rund um die geplante Überbauung des Bolzplatzes in Henrichenburg betroffen. Warum engagiert er sich so stark? Jetzt gibt es sogar eine Unterschriftenaktion. Wir sprachen mit ihm.

Henrichenburg

, 07.03.2018
„Man kann nur streiten, ob die Veränderung zumutbar ist“

Diese Unterschriftenliste liegt nun in Geschäften, Kitas und der Schule in Henrichenburg aus.weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Mit einer Unterschriftenliste wollen Eltern und andere engagierte Henrichenburger nun gegen die Baupläne unter anderem auf dem Bolzplatz an der Grundschule Alter Garten vorgehen. Wir sprachen mit Walther Winkelmann, der selbst aktiv mitkämpft, über seine Motive und die neue Aktion.

Herr Winkelmann, glauben Sie eigentlich, dass Sie noch eine Chance haben, die Bebauung des Bolzplatzes zu verhindern?

Ja. Wie groß die Aussichten sind, kann ich nicht einschätzen. Aber ich denke, dass die Betroffenen sich melden sollten. Ich bin als Opa ja mehr der Beobachter.

Naja, Sie sind schon etwas mehr. Warum setzen Sie sich persönlich dafür so ein?

Weil ich schlecht finde, wenn man die Situation einer Schule verschlechtert. Und eine Verschlechterung ist es auf jeden Fall – man kann nur darüber streiten, ob sie zumutbar ist. Als ich selbst Ratsmitglied war, habe ich in den 80ern dafür gekämpft, dass von den beiden Schulen in Henrichenburg die Schule Alter Garten bleibt. Unsere Begründung war das wunderbare Schulgelände und das neue Gebäude im Vergleich zur alten Schule an der Freiheitsstraße. Die Spielanlage war damals schon wunderbar, und die Eltern haben noch was dazu getan, um Spielgeräte zu bauen. Für die Schule wäre Wohnbebauung sehr problematisch: Da, wo Kinder sich bewegen, da ist es auch mal laut. Man muss befürchten, dass Anwohner klagen werden.

„Man kann nur streiten, ob die Veränderung zumutbar ist“

Walther Winkelmann aus Henrichenburg. Er saß einst im Rat der Stadt, setzt sich aber auch heute noch für die Belange der Henrichenburger ein. 2017/18 kämpfte er für den Erhalt des Bolzplatzes in der Nachbarschaft zur Grundschule Alter Garten.

Sie haben nun mit Eltern eine Unterschriftenaktion gestartet. Warum?

Das Ziel ist, dass die Stadt sich einen Investor sucht, der auf den Bolzplatz als Baufläche verzichtet. Er darf den gern kaufen, aber nicht bebauen. Die Unterschriften sollen der Stadt übergeben werden: dem Bürgermeister, den Ratsfraktionen und dem Technischen Beigeordneten. Wir werden alle Ratsfraktionen anschreiben.

Wie lange läuft die Aktion?

Seit Dienstag und Mittwoch sind Unterschriftenlisten in Kitas und der Schule ausgelegt, auch in Geschäften in Henrichenburg. Wir denken an eine oder zwei Wochen, je nachdem, wie viele Unterschriften dann über die Zeit noch dazu kommen.

Lesen Sie jetzt