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Meer-Uhren in China

CASTROP/BECKLEM Bei ihm tickt's - und das sozusagen rund um die Uhr. Der Becklemer Unternehmer Jürgen Meer wird mit seiner eigenen Uhrenkollektion immer erfolgreicher. Immer mehr seiner Zeitmesser ticken in China.

von Von Peter Wulle

, 18.12.2007
Meer-Uhren in China

Mit der gerade aufgelegten, neuen Produktionsreihe bekennt sich Jürgen Meer darüber hinaus auch zum Standort Deutschland. "Wir haben unsere Fertigung von der Schweiz nach Pforzheim verlegt, weil die Reputation von Uhren made in Germany weltweit zugelegt hat", sagt Meer und ergänzt: "Unser nüchternes Design in der Tradition des Bauhaus-Stils ist in Asien sehr beliebt."China als Absatzmarkt

Jürgen Meer steht also für eine Geschichte, in der China mal als Absatzmarkt und nicht als günstiger Produktionsstandort vorkommt.

Eine der größten Juwelierketten Hongkongs ist gerade auf die Marke Meer aus Castrop-Rauxel aufmerksam geworden. Die ersten 120 Uhr sind geliefert und liegen derzeit in 10 von demnächst 170 Geschäften in Hongkong, Taiwan und China aus. "In China gibt es einen wachsenden Markt an Uhren im mittleren Preissegment. Es entsteht dort eine neue Mittelschicht, deren Konsumverhalten und Kaufkraft alles bekannte in den Schatten stellt", berichtet Jürgen Meer. Bisher hätten nur zehn Prozent der chinesischen Bevölkerung - und das sind schon 120 Mio. Menschen - Zugang zu Konsumgütern. Dies ändere sich aber rasend schnell. "Die Dynamik ist unglaublich: Unser Partner eröffnet in den nächsten Wochen 25 neue Geschäfte im ganzen Land und kann noch lange nicht die Nachfrage decken", so der Unternehmer.Meer-Uhren kosten zwischen 500 und 1500 Euro

Meer-Uhren kosten zwischen 500 und 1500 Euro. Mit der Designerin Jutta Bender hat Jürgen Meer die neuen Uhren entwickelt, die dann in Pforzheim gefertigt werden - nur die Uhrwerke kommen noch aus der Schweiz. Möglicherweise werden bald aber auch die in Deutschland produziert, denn angesichts des Riesenhungers in China kommen die Schweizer Produktionsfirmen kaum noch nach.

Jürgen Meer macht 50 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Dank des China-Geschäfts wird er im nächsten Jahr seinen Umsatz verdoppeln und rund 2000 Uhren verkaufen. "Ich freue mich schon", sagt er, "wenn ich das nächste Mal nach Hongkong komme und auf großen Plakaten meine Uhren sehe." Sieht ganz so aus, als wäre Jürgen Meer schon ein Kandidat für den Marketingpreis 2008.

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