Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach der Preisverleihung in Berlin: Wohin soll der Ickerner Pokal?

Nachbarschaftspreis

Das Bürgerpicknick des Vereins „Mein Ickern“ bekommt in Berlin den Nachbarschaftspreis verliehen. Anfang der Woche gab es eine Abstimmung, wofür das Preisgeld verwendet wird.

Ickern

von Torben Kassler

, 07.09.2018
Nach der Preisverleihung in Berlin: Wohin soll der Ickerner Pokal?

Die Bundespreissieger von 2017 von der Agora Köln überreichen Marc Frese den Preis in Berlin. © Christian Klant

Die zwei Tage in Berlin fasst Marc Frese als „einfach total klasse“ zusammen. Am Mittwochabend, 5. September, war der Vorsitzende von „Mein Ickern“ im Nachbarschaftshaus in Berlin Kreuzberg auf der Preisverleihung des Nachbarschaftspreises der nebenan.de-Stiftung. Dort nahm er für das Bürgerpicknick den mit 5000 Euro dotierten Publikumspreis entgegen.

200 Zuschauer im Nachbarschaftshaus

„Das war schon beeindruckend“, sagt Frese. Mehr als 200 Zuschauer sahen den 16 Landessiegern und den Ickerner Publikumspreisträgern, Marc Frese und seinem Vorstandskollegen Mario Pallasch, zu. „Wir wurden nacheinander auf die Bühne geholt und durften dann noch einmal unser Projekt vorstellen“, erzählt Frese.

Nachdem mehrere Vereine ihre Nominierung ablehnten, da sie Horst Seehofer vorgeworfen hatten, die Gesellschaft zu spalten, trat er von der Schirmherrschaft der Stiftung zurück. Und so übernahmen dieses Jahr die Vorjahresbundessieger die Verleihung des Publikumspreises. „Das waren dann zwei von der Agora Köln, die eine Laudatio auf uns gehalten haben“, so Frese.

Weitere Nominierung gibt Motivation

Mit dem Publikumspreis geht aber noch etwas anderes Hand in Hand. „Wir wurden für den Deutschen Engagement Preis 2019 nominiert. Das ist schon mal eine echt starke Angelegenheit“, sagt Frese. Dieser Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird an Vereine oder Veranstaltungen verliehen, die sich für eine soziale Nachbarschaft engagieren. Auch wenn hier die Gewinnchancen gering sind, motiviere die Nominierung. „Da haben letztes Jahr 160.000 Leute abgestimmt. Da müsste jeder Castroper schon zwei Mal abstimmen“, so Frese.

Am Tag nach der Preisverleihung gab es viele Workshopangebote. So konnten sich die Ickerner zu Online-Fundraising sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bilden. Außerdem war das Bürgerpicknick Praxisbeispiel für einen Workshop über die Verbindung von Online und Offline-Kontakt mit der Nachbarschaft. Hier konnten Frese und Pallasch das „Ickerner Stadtteilvereinsmodell“ der deutschen Nachbarschaftswelt näherbringen.

Abstimmung zum Preisgeld

Die 5000 Euro Preisgeld wird „Mein Ickern“ wie geplant in Weihnachtsbeleuchtung investieren. Dazu gab es Montag eine Abstimmung. Was mit dem Pokal passiert, weiß Frese noch nicht. „Entweder wir stellen ihn sichtbar in Ickern aus, oder er wird eine Wandertrophäe.“ Ein großes Dankeschön richtet Frese noch einmal an alle, die abgestimmt haben.

Auch dem Bürgermeister gebühre besonderer Dank. „Durch die Preisverleihung, die Nominierung zum Deutschen Engagement Preis und vor allem auch durch die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt hat unser Verein einen ordentlichen Motivationsschub erhalten“, sagt Frese.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt