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Parksünder können Geld für Knöllchen zurückverlangen

Seniorenwohnpark am Stadtgarten

Fehler passieren – auch bei der Polizei. 15 bis 20 vermeintliche Parksünder, die im Seniorenwohnpark am Stadtgarten ein Knöllchen erhielten, können ihr Geld jetzt zurückfordern.

CASTROP

von Von Peter Wulle

, 12.08.2010
Parksünder können Geld für Knöllchen zurückverlangen

Das Parkverbotsschild am Seniorenwohnpark.

"Die Polizei kontrolliert hier drei Mal am Tag und schreibt Knöllchen mit einem viel zu hohen Verwarngeld. Für die Autofahrer ist nicht erkennbar, dass es sich bei dem Wendehammer am Seniorenwohnheim um eine Feuerwehrzufahrt handeln soll", kritisierte Dr. Matthias Delvo als einer der Immobilieneigentümer am Stadtgarten.

Folglich könne nur das verbotswidrige Parken in einer Spielstraße mit 10 Euro aber nicht das Zuparken einer Feuerwehrzufahrt mit 35 Euro geahndet werden. "So aber ist verfahren worden“, so Dr. Delvo, „aufgrund einer unzulässigen privaten Beschilderung. Diese hätten Eigentümer kurz nach der Bauphase zwar aufgestellt, inzwischen handele es sich bei dem Straßenraum im Seniorenwohnpark aber um öffentlichen Raum. Entsprechend dürften nur offizielle Schilder der Stadt gelten.

Wilfried Ordelheide, der Leiter des Bezirks- und Schwerpunktdienstes Castrop-Rauxel bei der Polizei, hat die Sachlage vor Ort geprüft und festgestellt, dass es in der Tat eine "missverständliche Beschilderung" gegeben habe. Polizeisprecher Andreas Weber erklärte gegenüber unserer Zeitung: "Es hat sich herausgestellt, dass der Wendehammer in der Tat nicht richtig als Rettungsweg ausgeschildert war." Es hätten daher nur Verwarngelder in Höhe von 10 Euro für Parken im Halteverbot ausgesprochen werden dürfen. "Wir nehmen jetzt aber die Knöllchen komplett zurück. Die betroffenen 10 bis 15 Personen können sich bei Herrn Ordelheide unter Telefon 02361/55 24 40 melden", so Andreas Weber. Er verweist allerdings darauf, dass damit die Problematik im Seniorenwohnpark weiterhin bestehen bleibt .

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