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Przybylaks System warnt vor Erdbeben in Kaschmir

CASTROP-RAUXEL Das Erdbebenvorwarnsystem von Jürgen Przybylak zieht weitere Kreise. Nachdem es im Frühjahr dieses Jahres in der deutschen Schule in San Salvador hervorragende Dienste leistete, gibt es nun ein neues Projekt in Kaschmir.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 04.08.2008
Przybylaks System warnt vor Erdbeben in Kaschmir

Jürgen Przybylak wird voraussichtlich Mitte Oktober nach Kaschmir reisen, um Technik und Funktionsweise der Erdbeben-Warngeräte vor Ort zu erklären.

Das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung wird in Kaschnmir, der immer wieder von Erdbeben geschüttelten Region Pakistans zusammen mit Malteser International und der Sectyelectronics GmbH von Pryzybylak aktiv. Vorgesehen ist, so berichtet Przybylak, dass in verschiedenen Dörfern das elektronische Erdbebenvorwarnsystem secty LifePatron zusammen mit einer Außensirenenanlage installiert wird.

Vier Krankenhäuser ausgesucht

Als Standorte für die Systemtechnik hat Malteser International vier neue Krankenhäuser ausgewählt. Um ein Höchstmaß an Funktionssicherheit zu gewährleisten, werden immer mindestens zwei Erdbebendetektoren eingebaut, die dann in einem Netzwerk miteinander kommunizieren.

Im Fall eines drohenden schweren Erdbebens kann die Bevölkerung damit unmittelbar vor der herannahenden Katastrophe gewarnt werden. Przybylak: "Die Menschen werden nun nicht mehr völlig überraschend und unvorbereitet mit dieser Naturkatastrophe konfrontiert, sie können aktiv Schutzmaßnahmen einleiten und damit ihre Überlebenschance deutlich verbessern."

System wird in zehn Ländern eingesetzt

Beim letzten schweren Erdbeben in Kaschmir im Oktober 2005 sind mehr als 40 000 Menschen ums Leben gekommen. Przybylak selber wird Mitte Oktober für etwa 14 Tage nach Kaschmir reisen, um dort gemeinsam mit Malteser International die Funktionsweise des Frühwarnsystems zu erklären und auch Schulungen zu Verhaltensmaßnahmen im Ernstfall durchzuführen. Das Erdbebenvorwarnsystem ist mittlerweile in zehn verschiedenen, erdbebengefährdeten Ländern im Einsatz.

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