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Sekundarschul-Diskussion geht unvermindert weiter

CDU und Grüne

Die Grünen schließen sich in der Schuldebatte der Sichtweise der Verwaltung an und sehen in den 27 Prozent Zustimmungsquote für die Sekundarschule eine Bestätigung für deren Gründung. Die CDU hingegen will die Fridtjof-Nansen-Realschule weiterführen und nur im Süden eine Sekundarschule.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 04.06.2012
Sekundarschul-Diskussion geht unvermindert weiter

Die Fridtjof-Nansen-Realschule.

Mit entsprechenden Erklärungen haben die beiden Parteien auf die Berichterstattung über die Befragung der Eltern von Grundschulkindern des zweiten und dritten Schuljahres reagiert. Laut Grünen-Fraktionschef Bert Wagener korrespondieren die 27 Prozent Sekundarschul-Befürworter (5 Prozent „ganz bestimmt“, 22 Prozent „eher ja“) ziemlich exakt mit dem Anteil, der sich bislang für die beiden Realschulen angemeldet hat. „Und das ist nicht nur hypothetisch, sondern Fakt“, erklärt er.Von daher gesehen sei es irreführend, von einer massiven Ablehnung der Sekundarschule durch die Eltern in Höhe von 73 Prozent zu reden. Wolle man, so Wagener, diesen Gedanken fortführen, müsste man – im Hinblick auf die Anmeldequoten für die bisherigen Schulformen – von 93,6 Prozent Ablehnung für die Hauptschulen, 72,5 Prozent für die Realschulen, 64,9 Prozent für die Gesamtschulen sowie 68,8 Prozent für die Gesamtschulen sprechen. Es sei, so Wagener abschließend weiter, „die Pflicht der Politik, nicht nur dem Wegbrechen von Angeboten für die Schülerinnen und Schüler tatenlos zuzusehen, sondern die Zukunft der Schullandschaft in Castrop-Rauxel zu gestalten“.

 Die CDU sieht im Hinblick auf die Umfrageergebnisse keinen Anlass, Änderungen an ihrer Positionierung – Erhalt der Nansen-Realschule im Norden, Gründung einer Sekundarschule im Süden – vorzunehmen. „Für den Erhalt der Realschule im Norden unserer Stadt werden wir nun kämpfen“, kündigten Parteichef Michael Breilmann und Fraktionschef Hilmar Claus an. Es gebe keine Notwendigkeit, eine gut funktionierende Realschule zu schließen. Die Schulpolitische Sprecherin, Marlies Graeber (Foto) unterstrich im Hinblick auf den Süden: „Gleichzeitig werben wir (...) weiterhin für die Gründung einer Sekundarschule im Süden, da nach den Prognosen des Schober-Gutachtens die Schiller-Schule entgegen den gesetzlichen Vorgaben nur noch einzügig geführt werden könnte und die Johannes-Rau-Realschule sich zukünftig mit einem zwei Züge unterschreitenden Schüleraufkommen immer mehr von einer für die Differenzierungsangebote notwendigen vollen Dreizügigkeit entfernt“.

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