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So feiert Deininghausen seinen 50. Geburtstag

Jubiläumsfest 2017

Im Jahr 2006 feierte der Castrop-Rauxeler Stadtteil Deininghausen seinen 40. Geburtstag. Heute, elf Jahre später, müsste also der 51. Jahrestag sein. Für den Herbst 2017 ist trotzdem ein Jubiläumsfest geplant. Wir erklären, warum man 2017 den 50. feiert und was bisher angedacht ist.

CASTROP-RAUXEL

, 18.02.2017

Vorweg: Es geht um den 50. Geburtstag des neuzeitlichen Deininghausens, eines komplett auf dem Reißbrett geplanten Stadtteils, der ein Wohnort für 3000 Menschen und ein toller Hort für Familien sein sollte.

Deininghausen ist viel älter und geht wohl auf mehrere Hütten im 8. Jahrhundert zurück, war aber selbst im 19. Jahrhundert noch nur eine kleine Siedlung mit rund 100 Einwohnern, deren Name wahrscheinlich auf ein Familienoberhaupt namens Degen(hard) oder Dein(hard) zurückgeht. Urkundlich erwähnt ist der heutige Name nach Angaben in der Festschrift zum 40-jährigen Bestehen von 2006 um 1150.

Zahlen, Daten und Fakten zum Stadtteil

Der Grundstein zum heutigen Deininghausen wurde schon 1965 gelegt – aber fertig gestellt waren die 750 Wohneinheiten, von denen heute 442 die Vonovia Immobiliengesellschaft verwaltet, zwei Jahre später, also 1967. Im Jahr 1969 war der Ortsteil dann voll bezogen: Es lebten 3200 Menschen in der neuen Groß-Siedlung. Das genaue Festjahr ist also relativ.

Der Stadtteilmanager Manfred Herold, heute noch in einem Minijob tätig, sagte am Mittwoch beim Stadtteil-Stammtisch im Dein Treff Punkt: „2006 war das 40-Jährige, aber wenn wir 2017 das 50-Jährige feiern, ist das auch okay. 1966 sind die ersten Häuser bezogen worden, 1967 war alles fertig.“

Was ist nun geplant?

Der Festtag ist Samstag, 9. September, zehn Tage nach dem Ende der Sommerferien. Das bekannte Deininghausener Kinderfest wird dieses Jahr Bestandteil des Stadtteilfestes. Herold: „Wir werden das nicht so groß wie ‚Deininghausen kocht‘ aufziehen, aber wir hoffen, dass wir mit Sponsorengeldern auch eine Bühne und Bierwagen hierher bekommen.“

Er erinnere sich gern an die Bier-Bilanz des Koch-Festivals, so Herold: 880 Liter Bier seien damals verkauft worden – „der Bärenplatz war von oben betrachtet schwarz vor Leuten. Das war für unseren Ortsteil eine ganze Menge. Das haben wir nachher leider nie wieder erreicht.“

Die Verköstigung soll diesmal niemand von außerhalb übernehmen, wie damals Bubi Leuthold. Der derzeit geplante Imbiss von Schlick senior und junior am Bärenplatz könne etwas beitragen. „Und wir denken, dass wir eine Beköstigung zusammen mit der Begegnungsstätte für Flüchtlinge und den Vereinen hier auch so auf die Beine stellen“, so Herold.

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Kochen für den guten Zweck

Auch die Internationale Kochgruppe könne sich sicher beteiligen. Das Motto: Alle kochen und backen auf eigene Rechnung, Bühne und eine Band sollen über Sponsorengelder refinanziert werden. Die frei-evangelische Kirchengemeinde soll zusammen mit dem Kindergarten ein Kinderprogramm organisieren.

Eine Festschrift soll es auch wieder geben, allerdings in abgespeckter Form zu der vom 40-Jährigen. Simone Raubuch, Regionalleiterin der Vonovia, kündigte an, dass sich ihr Unternehmen auch einbringe. Und Stadtentwickler Martin Oldengott sagte: „Die Stadt wird auch etwas beitragen.“ Jetzt geht man auf Sponsorensuche. Das nächste Planungstreffen ist Anfang Februar. 

 

Ein Verein beteiligt – der andere wird sich wohl auflösen  

  • Der Verein „Dein Treff Punkt“ wird sich als Verein an den Planungen beteiligen, die mit einem Termin am 8. Februar um 14 Uhr vorangetrieben werden sollen.
  • Zum Festkomitee, das sich dann erstmals im „Dein Treff Punkt“ am Bärenplatz trifft, wollen auch einzelne Mitglieder des Stadtteilvereins „Bürger für Deininghausen“. Allerdings ist die Mitwirkung als Verein offenbar mehr als wackelig.
  • Der Verein, so hieß es am Mittwoch beim Runden Tisch, stehe vor der Abwicklung. „Mit uns kann man nicht mehr rechnen“, hieß es wörtlich – „wir werden ihn wahrscheinlich dieses Jahr liquidieren“. Die Vorstandsmitglieder und Mitglieder sind älter geworden und können die Vereinsarbeit nicht mehr leisten.