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Stadtangestellte schreiten für Integration über den Laufsteg

"Starke Frauen - starke Mode"

"Starke Frauen – starke Mode": So lautet der Titel einer ungewöhnlichen Modenschau bei der die weiblichen Angestellten der Stadt Mode zeigen, die Frauen des Internationalen Bildungs- und Kulturvereins für Frauen entworfen haben.

CASTROP-RAUXEL

von Von Gabriele Regener

, 19.06.2012
Stadtangestellte schreiten für Integration über den Laufsteg

Die Frauen aus dem Rathaus zeigen Mode, die vom Internationalen Bildungs- und Kulturverein für Frauen (IBKF) entworfen wurde.

Die starken Frontfrauen, die mutig über den Laufsteg schreiten, arbeiten im Rathaus. Als erste Beigeordnete, als Gleichstellungbeauftragte, als Sekretärin, als Fachangestellte. Entworfen und geschneidert wurden ihre insgesamt rund 120 Modelle von einer Frauengruppe unter Anleitung von Ruziye Malkus vom Internationalen Bildungs- und Kulturverein für Frauen (IBKF).  

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Modenschau für Integration

Rund 120 Modelle hatte eine Frauengruppe vom Internationalen Bildungs- und Kulturverein für Frauen (IBKF) entworfen und geschneidert.
19.06.2012
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Machen sich stark für die Mode der Schneiderinnen um Ruziye Malkus (r.): Doris Spangenberg (Jugendamt, v.l.), Ratsfrau Marlies Graeber, Erste Beigeordnete Petra Glöß, Ratsfrau Anne Steinbock und Gleichstellungsbeauftragte Ingegard Pier© Foto:Regener
Gabriele Werner schreitet in einem weißem Kleid über den Laufsteg.© Foto: Regener
Beigeordnete Petra Glöß wird von Organisatorin Ruziye Malkus zurechtgemacht.© Foto Regener
Schön bunt sehen die Models aus dem Rathaus aus.© Foto Regener
Zeigen sich von der Mode begeistert: Die Angestellten der Stadt.© Foto Regener
Fast wie die Profis präsentieren die Angestellten die Kleider.© Foto Regener
Freuen sich über die Abwechslung am Arbeitsplatz.© Foto Regener
Marlies Graeber ganz in Weiß.© Foto Regener
Schlagworte Castrop-Rauxel

Dieser IBKF hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem ausländische Frauen zu befähigen, sich selbstständig und selbstbewusst in der Gesellschaft zurecht zu finden. Ein Jahr lang, zwei Mal pro Woche haben sich so sechs Frauen getroffen, um die Models einzukleiden.  Wie, darüber hat sich im Vorfeld die Schneidermeisterin und IBKF-Vorstandsvorsitzende Ruziye Malkus Gedanken gemacht. „Ich habe mir Fotos von den Frauen angeguckt, dann habe ich über Farben und Formen nachgedacht“, erzählt sie. Verrät, dass die erste Beigeordnete Petra Glöß beispielsweise ein Pastelltyp sei, bei Marlies Graeber dagegen starke Farbkontraste schön seien.  

 Eine Sinfonie in Brauntönen bestimmt dagegen den Modereigen für Gleichstellungsbeauftragte Ingegard Pier.Die Stoffe stammen aus Materialspenden oder wurden gekauft. Denn vernäht wurden ungezählte Meter, allein für das Brautkleid, die Krönung einer jeden Modenschau, wurden 36 Meter Stoff benötigt.  Wenn am Freitag, 22. Juni, ab 17 Uhr die insgesamt elf Hobbymodels über den Laufsteg schreiten, darf natürlich ein fachkundiger Moderator nicht fehlen. Diesen wichtigen Job macht Bürgermeister Beisenherz, der die Generalprobe zum Anlass nahm, sich schon sachkundig zu machen.

 Wenn dann Doris Spangenberg, die Jugendschützerin, das schwarz-weiß gemusterte Sommerkleid, oder Gabriele Werner aus dem Vorzimmer des Bürgermeisters die elegante weiße Robe vorführt, darf sich das Publikum gern verführen lassen. Die Modelle werden gegen eine Spende abgegeben, natürlich, nachdem sie auf die Figur der Käuferin individuell abgeändert worden sind. Auch Nachbestellungen, so Ruziye Malkus, werden gern entgegengenommen.  Bereits im vergangenen Jahr hat der IBKF eine Kindermodenschau veranstaltet. „Das war das Gesellenstück, jetzt folgt das Meisterstück“, adelt Organisatorin Ruziye Malkus den starken Auftritt am Freitag in der kleinen ASG-Aula. 

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