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Svenja Kropeit war ein Jahr lang ein "Bufdi"

Bundesfreiwilligendienst

Zum Abschluss gab's Blumen. Und ein paar Tränchen. Schließlich ist Svenja Kropeit ein bisschen so wie eine Enkelin für die 87 Senioren in der Seniorenresidenz der Geros GmbH. Ein Jahr lang hat sie dort ihren Bundesfreiwilligendienst abgeleistet. Und ihren Traumberuf gefunden.

CASTTROP-RAUXEL

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 28.06.2012
Svenja Kropeit war ein Jahr lang ein "Bufdi"

Blümchen für Svenja Kropeit von Heimleiterin Angela Schorer (r.). Dank kam auch von Doris Kaufmann.

Die junge Frau hat in der Seniorenresidenz der Geros GmbH ein Jahr lang Bundesfreiwilligendienst, kurz Bufdi, absolviert, den Nachfolger des Zivildienstes. Genau am 1. Juli startete die seinerzeit 18-Jährige ihren Einsatz, lernte Alles von der Pike auf kennen, was wichtig ist für den liebevollen Umgang mit alten Menschen.  Und das Schönste dabei: Svenja, mittlerweile 19, weiß jetzt ganz genau, was sie werden möchte: Krankenschwester. Dass es nächste Woche bei einem Vorstellungsgespräch mit einem Ausbildungsplatz ab 1. September klappt, dafür drückt auch Heimleiterin Angela Schorer die Daumen. „Svenja hat einen sehr liebevollen Umgang mit den Senioren und zeigte sich sehr geduldig“, lobt Schorer.  

 Die junge Frau hatte sich aus freien Stücken um den Bufdi-Platz bemüht und ist jetzt stolz darauf, alles richtig gemacht zu haben. Denn ihre Familie sei am Anfang sehr keptisch gewesen, dass sie durchhalte, jetzt aber umso froher. Auch mit dem zweiten Bufdi-Mädel ist die Seniorenresidenz, in der früher auch immer Zivis eingesetzt waren, sehr zufrieden. Mehr Plätze allerdings gibt‘s im Moment nicht.  Das Kontingent sei ausgeschöpft und mehr Geld dafür werde nicht in die Hand genommen, bestätigt Uwe Schönbier vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben das Resumee von Bundesfamilienministerin Schröder vor einigen Tagen. Schönbier ist regelmäßig auch in unserer Stadt zu Gast, um Interessierte Menschen über Bufdi zu informieren. 

 „Wir wissen von den großen Wohlfahrtsverbänden als unseren Zentralstellen für Bufdi, dass sie gern mehr Plätze hätten“, sagt Schönbier. Aktuell arbeiten in Castrop-Rauxel 44 Bufdis. Das Ganze hbe ich super entwickelt, meint Schönbier.  Abbrecher gebe es höchstens im Promillebereich. Und fast alle Teilnehmer wüssten nach der Bufdi-Zeit zwischen sechs und 18 Monaten, wie‘s weitergehen solle.  Anfang des Jahres werden die Karten neu gemischt. „Sich für den Dienst zu interessieren, ist immer richtig“, sagt Schönbier.   

Informationsveranstaltung 
Interessierte können sich am Donnerstag, 5. Juli, um 14 Uhr im Rathaus am Europaplatz, Sitzungsraum 3, über den BFD informieren. Uwe Schönbier, Regionalbetreuer aus dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, erklärt alles zur Organisation, zum Ablauf und zu den Voraussetzungen für eine Teilnahme am BFD. Fragen nach Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung werden ebenfalls beantwortet.

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