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Trabi-Club Sputnik veranstaltet Treffen in Ascheberg

CASTROP-RAUXEL/ASCHEBERG Ein Maisfeld verdeckt die Sicht auf die Zeltstadt. Doch das typische Motorengeräusch des Zweitakters verrät seine Bewohner. Zum ersten Mal veranstaltete der Trabi-Club Sputnik Castrop-Rauxel „Im Pöpping“ in Ascheberg seinen 19. Trabi-Tag.

von Von Michael Lunemann

, 03.08.2008
Trabi-Club Sputnik veranstaltet Treffen in Ascheberg

Stefan Kratzke aus Bochum zeigt an seinem Trabi, wo die Stahlkarosserie Rost ansetzen kann. Foto: Lunemann

Auf dem Hof Kneilmann campen Trabi-Freunde aus dem gesamten norddeutschen Raum. Zum ersten Mal veranstaltete der Trabi-Club Sputnik Castrop-Rauxel „Im Pöpping“ in Ascheberg seinen 19. Trabi-Tag. Mit großem Erfolg, denn 168 Trabi-Fahrer trafen sich am vergangenen Wochenende zum Trabi-Treff in Ascheberg. „Unser Ziel ist es, dass automobile Kulturgut der DDR zu erhalten“, sagte der Pressessprecher der Sputniks, Holger Eltze. „Und das macht man am besten, indem man den Trabi nutzt.“

Mit Kind und Kegel waren die Trabi-Liebhaber angereist, tauschten Kenntnisse, und Erfahrungen aus, Ersatzteile wechselten ihren Besitzer und eine Jury prämierte den ältesten und den schönsten Trabi. Doch die meisten kamen zum Trabi-Treff, um mit Freunden und Bekannten zu plauschen oder zum Fachsimpeln. Viele schätzen am Trabi die „klassische Handwerksarbeit“. Und im Trabi-Handbuch von Wolfgang Lingnau aus Moers finden sich sogar Konstruktionszeichnungen zum Anfertigen von Spezialwerkzeugen. Doch wofür? Denn ein geflügeltes Sprichwort unter Trabifahrern behauptet: „Mit Hammer, Zange, Draht kommst Du im Trabbi bis nach Leningrad. Und fährt ein Trabbi mal zum Nil, lacht sogar das Krokodil.“

Mit einem Vorurteil räumen Lingnau und seine Kumpels jedoch auf: Der Plastikbomber aus Zwickau könne nicht rosten. Dem widersprechen Armin Dohle aus Essen, Stefan Kratzke aus Bochum Steffen Wiesengart aus Duisburg und ihr Kumpel Wolfgang Lingnau – allesamt Trabi-Fahrer und -Experten – unisono: „Das stimmt nicht.“ Denn die Rohbaukarosserien des Trabis bestehe aus Stahl. Am Sonntag verließen alle den Hof Kneilmann, um sich vom 10. bis zum 12. Oktober dieses Jahres beim Trabant- und IFA-Treffen in Doetesfeld im Westerwald wieder zu sehen. Sputnik-Pressesprecher Holger Eltze hofft, dass auch im nächsten Jahr ein Trabi-Treff auf dem Hof Kneilmann stattfindet. 

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