Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Unkraut ärgert Anwohner der Marienstraße

CASTROP-RAUXEL Wenn Klaus Konkel auf dem Bürgersteig vor seinem Haus an der Marienstraße steht und nach links, rechts und geradeaus schaut, sieht er nur eines: Unkraut und nicht gestutzte Sträucher so weit das Auge reicht.

von Von Julia Grunschel

, 14.08.2008
Unkraut ärgert Anwohner der Marienstraße

Klaus Konkel vor dem grünen Ärgernis.

Dem Obercastroper platzt so langsam der Kragen. Mehrmals hat er sich schon bei der Stadt beschwert, in einer Bürgerversammlung zum Thema Scheitensberg auf das Problem aufmerksam gemacht und den SPD-Ortsverein kontaktiert. „Hier passiert aber nichts. Das Zeug wächst weiter“, ärgert sich Klaus Konkel. Auf dem Friedhofsparkplatz sprießt das Unkraut aus dem Boden, die Sträucher am Rand überlagern eigens gesetzte Pflanzen. „Das könnte so schön blühen, wenn das Zeug da drüber nicht so wuchern und alles im Schatten liegen würde“, meint der 65-Jährige. Ortsfremde, die zu Beerdigungen kommen, könnten sich nur wundern.

Die nächste Baustelle liegt links von seinem Haus Richtung Wittener Straße. Von dort führt ein kleiner Fußweg in die Sackgasse. Zur einen Seite ist das Grün halbwegs zurückgeschnitten, auf der anderen Seite sieht es aus wie Kraut und Rüben. Auch zwischen dem Pflaster wächst es. „Genau deswegen sammeln sich jede Menge Tretminen. Hunde lassen hier gerne ihre Häufchen“, ekelt sich Marianne Konkel. Vom Fußweg zieht sich das Unkraut über den Bürgersteig bis zum Grundstück der Konkels. „Wir halten vorne alles sauber, aber so langsam wächst alles in unsere Richtung“, beschreibt Marianne Konkel. Schaut man von ihrem Haus nach rechts Richtung Scheitensberg, sieht man wieder nur wuchernde Sträucher. „Da wurde zwar letztens erst vorne alles geschnitten, aber der Kanal, durch den Regenwasser abfließen soll, sieht man nicht mehr. Den Bürgersteig auch nicht“, schaltet sich Nachbarin Ursula Segin ein. Die 71-Jährige wohnt Marienstraße 59 und fürchtet mittlerweile jeden größeren Regenschauer. Das Wasser komme den Berg hinunter, laufe nicht mehr ab und schieße über die Straße in den Vorgarten. „Ich warte schon immer darauf, dass es bis in den Keller kommt“, so die Seniorin. 47 Jahre wohnt sie schon dort. „Aber so schlimm wie jetzt, war es noch nie.“ Daran will die Stadt arbeiten. „Wir gucken uns den Weg nächste Woche an und werden uns kümmern“, verspricht Martin Wrede vom Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen. Der EUV sei für den Kanal zuständig und würde ebenfalls zur Marienstraße fahren.

Lesen Sie jetzt