Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Vorsitzender schimpft auf Politik und Verwaltung

Neue Cityring-Attacke

"Wir sind desillusioniert." Cityring-Vorsitzender Uwe Wortmann zieht nach einem Jahr im Amt eine ernüchternde Bilanz. Wie im Vorfeld der Jahreshauptversammlung im August 2012 attackiert die Kaufmannschaft der Altstadt erneut die Verwaltung und die Politik.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 22.10.2013

Nichts gehe voran, bemängeln die Händler. "Mehltau liegt über unserer Stadt", formuliert Uwe Wortmann, der das Fotostudio "Keep smile" an der Ringstraße betreibt. In der Einladung zur Jahreshauptversammlung listet er den Cityring-Mitgliedern auf:

  • Die Neugestaltung des Marktes ist verschoben.
  • Eine Belebung der Altstadt durch ein attraktives Gastronomieangebot am Rande des Marktes wurde abgelehnt, vorhandene Investoren und Betreiber entmutigt, so Wortmann.
  • Die vor einem Jahr noch diskutierte und greifbare Verkehrslösung für eine bessere Erreichbarkeit des Ärztehauses am Münsterplatz und damit auch der westlichen Altstadt "ist von der Ratsmehrheit endgültig verworfen worden."
  • Die Idee einer Kulturroute, klagt Wortmann, die den wachsenden Radtourismus im Ruhrgebiet auch an kulturellen Sehenswürdigkeit, historischen Gebäuden, Ateliers und Galerien vorbei in die Altstadt führen soll, habe "bisher keine konkrete Unterstützung durch die Verwaltung" erfahren.
  • Selbst eine kleine, eher bescheidene Möblierung der Altstadt mit Pferden, so Wortmann weiter, für die sich der Bürgermeister persönlich eingesetzt habe, komme offensichtlich nicht zustande (siehe unten stehenden Bericht).

Zu alledem bangt der Cityring auch noch um sein Lichtprojekt für die Altstadt. Mit Geldern aus einem Verfügungsfonds des Landes sollen bekanntlich die Eingangstore zur Fußgängerzone und der Lambertusplatz beleuchtet werden. Zu sehen ist davon noch nichts. "Wir hoffen", erklärt Wortmann, "noch rechtzeitig zur diesjährigen Weihnachtszeit das Licht anschalten zu können." Um ein Jahr hat sich das Projekt bereits verzögert – "wegen eines langwierigen Entscheidungs- und Bearbeitungsprozesses in Rat und Verwaltung", wie Wortmann meint. Er macht ein Sich-tot-sparen im Rathaus dafür verantwortlich und sagt: "Der Haushalt der Stadt muss konsolidiert werden, aber wer die Ertragsseite abwürgt, muss am Ende doppelt so viel sparen." "Mit Befremden" reagiert Bürgermeister Beisenherz auf die Kritik. Die Sanierung des Marktplatzes sei in der Investitionsdringlichkeitsliste 2014 aufgenommen und vieles mehr werde für die Altstadt getan. "Dass Verwaltungsabläufe Zeit brauchen, liegt in der Natur der Sache, wenn Fristen und Beteiligungsvorschriften eingehalten werden müssen", so Beisenherz.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt