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Was passiert mit Hundesteuer in Castrop-Rauxel?

Tierheim braucht Geld

Bis zu 3000 Euro fehlen dem Tierheim Castrop-Rauxel jeden Monat. Geld, das die Stadtverwaltung doch theoretisch aus den durch die Hundesteuer generierten Einnahmen zur Verfügung stellen könnte, oder? Wofür wird das Geld eigentlich ausgegeben? Und geht davon etwas ans Tierheim?

CASTROP-RAUXEL

, 20.10.2016
Was passiert mit Hundesteuer in Castrop-Rauxel?

96 Euro im Jahr zahlt ein Hundehalter in Castrop-Rauxel für seinen Hund. Bei mehreren Tieren wird?s pro Hund teurer.

Bis zu 3000 Euro fehlen dem Tierheim Castrop-Rauxel jeden Monat. Geld, das die Stadtverwaltung doch aus den durch die Hundesteuer generierten Einnahmen zur Verfügung stellen könnte, meint unsere Leserin Gerda Behrendt. Sie fragt: Wofür wird das über die Hundesteuer eingenommene Geld ausgegeben? Und geht davon etwas ans Tierheim?

96 Euro zahlt ein Hundehalter in Castrop-Rauxel im Jahr für seinen Vierbeiner. Wer zwei Hunde hält, zahlt für jeden 108 Euro, bei drei oder mehr Hunden werden 120 Euro pro Tier fällig. Wer einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, zahlt im ersten Jahr keine Hundesteuer.

Kommune entscheidet über Höhe der Steuer

Über die Höhe der Hundesteuer entscheidet jede Kommune selbst. Im vergangenen Jahr summierten sich die Einnahmen aus der Hundesteuer in Castrop-Rauxel auf rund 475 000 Euro, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte. In diesem Jahr werden es voraussichtlich noch mal 4000 Euro mehr sein.

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Wofür das Geld verwendet wird, ist Sache der Kommune. „Steuern sind keine zweckgebundenen Einnahmen“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann. „Und so werden auch die Einnahmen aus der Hundesteuer dem städtischen Gesamthaushalt zugeführt.“

Heißt: Die Hundesteuer fließt zusammen mit allen anderen Steuern ins Gemeindesäckchen. Was dann konkret mit den Einnahmen welcher Steuer geschieht, lässt sich nicht nachvollziehen.

Dem Tierheim des Castrop-Rauxeler Tierschutzvereins zahlt die Stadtverwaltung eine jährliche Pauschale für die Unterbringung von gefundenen Tieren. Kommunen sind zur Aufnahme von Fundtieren verpflichtet. Für diese Dienstleistung wird das Tierheim von der Stadt bezahlt.

Pauschale erhöht

„In diesem Jahr hat der Rat der Stadt beschlossen, dass die Pauschale ab dem 1. Juli 2016 von 45.000 Euro jährlich auf 50.000 Euro erhört wird“, so Hilleringmann. Der Betrag werde in zwei „Raten“ bezahlt, sodass für das laufende Jahr 47.500 Euro zu Verfügung stehen und ab 2017 dann der volle Betrag.

„Natürlich ginge da noch mehr, wenn ich es aus der Perspektive des Tierheims sehe“, sagt Johannes Beisenherz, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Um bei den Zahlen komplett in den grünen Bereich zu rutschen, sei etwas das Doppelte nötig. „Dass das nicht machbar ist, ist allen klar“, so Beisenherz. „Für uns waren die Verhandlungen, die wir in diesem Jahr mit der Stadt geführt haben, sehr erfolgreich.“

 

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