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Schriftzug "Zweier großer Kriege" bleibt stehen

Kriegerdenkmal an der Ringstraße

Die Frage nach der Inschrift auf dem Kriegerdenkmal an der Kreuzung Dortmunder Straße / Ringstraße wird in einer informellen Runde im Rathaus weiter diskutiert - der Schriftzug aber bleibt. Das entschied die Politik am Donnerstag im Rat zusammen mit der Verwaltung.

Castrop-Rauxel

, 27.04.2018
Schriftzug "Zweier großer Kriege" bleibt stehen

Um dieses Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege ist ein politischer Streit entbrannt: Darf man von den „Großen Kriegen“ schreiben, wie es auf der Gedenktafel getan wurde, oder nicht? © Tobias Weckenbrock

Letztlich zog die Linkspartei einen Antrag auf Überarbeitung des Schriftzuges nach einem Vermittlungsvorschlag des Bürgermeisters zurück. "Das kann so nicht bleiben", sagte Ingo Boxhammer (Die Linke) zu Anfang der Ratsdebatte über diesen Tagesordnungspunkt, den die Linke mit einem Antrag einbrachte. "Große Kriege" sei eine missverständliche Beschriftung, die kriegsverherrlichende Interpretationen zulasse, und sei zum Beispiel in "Den Opfern zweier Weltkriege" zu ändern, so die Forderung.

SPD hält Inschrift nicht für zweideutig

Daniel Molloisch, Fraktionsvorsitzender der SPD, hielt dem entgegen: "Die Schrift auf dem Denkmal, bezogen auf die Tatsache, dass es historisch gewachsen ist, halten wir für nicht zweideutig." "Zweier großer Kriege" meine lediglich zwei Weltkriege, die aufgrund der weltumspannenden Auswirkungen und von der Anzahl der Opfer her durchaus als groß bezeichnet werden könnten. CDU und FDP pflichteten dem bei. Grüne und FWI erkannten die Gefahr der Missdeutung hingegen durchaus an.

Rajko Kravanja schlug vor, statt einer Abstimmung und damit einer sehr wahrscheinlichen Ablehnung des Linken-Antrags lieber an einem Nachmittag im Rathaus das Thema zusammen mit Stadtarchivar Jasper zu diskutieren und einzuordnen. Der Schriftzug bleibt damit, wie er ist.

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Das Ehrenmal an der Leonhardstraße für die Opfer des Faschismus hingegen wird auf Antrag der Linken überarbeitet: Der Stadtrat entschied einstimmig, es zu reinigen, Vandalismusschäden zu beseitigen und die Namen wieder lesbar zu machen.

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