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Obercastroper warten auf den neuen Asphalt

Baustelle in Obercastrop immer noch nicht fertig

Wer in den letzten Wochen an der Elisabethstraße in Obercastrop vorbeigeschaut hat, dem dürfte die große Baustelle über die ganze Straße nicht entgangen sein. Dass die Baustelle seit rund einem Monat stillsteht, ist für die Anwohner und den EUV ärgerlich. Die Arbeiten sollten längst abgeschlossen sein. Aber eine Lösung ist in Sicht.

Obercastrop

, 04.05.2018
Obercastroper warten auf den neuen Asphalt

Seit vier Wochen wird auf der Baustelle an der Elisabethstraße nicht mehr gearbeitet. Michael Werner, Thorsten Werth-von Kampen und Jörg Lempke vom EUV (v.l.) standen Politikern und Anwohnern dazu Rede und Antwort. © Matthias Stachelhaus

Ursprünglich war für die Sanierung der Straßendecke, inklusive der Kanäle darunter eine Bauzeit von drei bis vier Monaten geplant. „Sechs Monate wären auch noch im Rahmen gewesen“, sagt Jörg Lempke, zuständiger Bauleiter des Stadtbetriebs EUV Donnerstagabend beim Ortstermin. Seit Baubeginn Anfang 2017 sind 18 Monate ins Land gegangen, abgeschlossen ist die Sanierung allerdings noch nicht, auf der Marienstraße ist nur die erste Deckschicht drauf. Es fehlt die Asphaltdecke auf der Elisabethstraße. Und eben die wird das mit den Arbeiten beauftragte Tiefbauunternehmen aus Dortmund auch nicht mehr fertigstellen können.

Unternehmen konnte nicht mehr in Vorlage treten

„Das Unternehmen hat uns gebeten, den Vertrag zu kündigen, weil man für die noch ausstehenden Arbeiten nicht mehr in Vorlage treten könne“, sagt EUV-Vorstand Michael Werner dazu. Ansonsten hätte die Firma wohl Insolvenz anmelden müssen. Da öffentliche Aufträge erst nach Abschluss der Arbeiten bezahlt werden dürfen, konnte man von städtischer Seite aus auch finanziell nicht einspringen. Dabei war der Ansatz von Politik und EUV ursprünglich ziemlich elegant.

Obercastroper warten auf den neuen Asphalt

Ursprünglich war für die Sanierung der Straßendecke, inklusive der Kanäle darunter eine Bauzeit von drei bis vier Monaten geplant. Es fehlt die Asphaltdecke auf der Elisabethstraße. © Matthias Stachelhaus

Anwohner klagten über den Zustand der Straßen, besonders über den Lärm, verursacht von durchfahrenden Bussen. Bei einer reinen Straßensanierung hätte man die Anwohner allerdings, bedingt durch das Kommunalabgabegesetz, ordentlich zur Kasse bitten müssen. Da aber auch die Kanäle unter der Straße sanierungsbedürftig waren, hätte der EUV die Straße sowieso aufreißen müssen. Die Kosten dafür könnten nach dem Verursacherprinzip dann wiederum vom EUV übernommen werden, die Anwohner würden nicht belastet. „Die jetzige Situation ist für alle sehr ärgerlich“, sagt Lempke. Auch die Müllabfuhr kann nicht in die Elisabethstraße einfahren, auch die Feuerwehr nicht.

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Eine neue Vergabe der Restarbeiten an eine andere Firma wäre allerdings sehr zeitaufwendig. Die müsste neu ausgeschrieben werden. Zusätzlich, so Werner, seien die Auftragsbücher die Firmen aktuell ziemlich gut gefüllt. Ein schwer zu ertragender Zustand. „Die Anwohner brauchen und wollen eine kurzfristige Lösung“, sagt Ortsvereinsvorsitzender und Ratsmitglied Daniel Molloisch, der zu dem Ortstermin am Donnerstag eingeladen hatte.

Arbeiten bleiben aus einer Hand

Eine solche hat der EUV jetzt finden können. Da noch weitere Kanalarbeiten unter anderem an der Christinen- und Franzstraße anliegen, konnte das dafür beauftragte Unternehmen mittels Nachvergabe für die restlichen Arbeiten an Elisabeth- und Marienstraße beauftragt werden. „Das ist noch nicht geprüft“, sagt Jörg Lempke, gibt sich aber zuversichtlich. Besonders günstig: „Der Subunternehmer, welcher die Asphaltarbeiten ausführt, ist derselbe wie vorher“, sagt Bauleiter Lempke. So bleiben die Arbeiten aus einer Hand. „Das hat auch Vorteile, etwa bei eventuellen späteren Gewährleistungsfragen“, so Michael Werner.

Ab dem 22. Mai sollen die Arbeiten fortgesetzt und im Sommer endlich abgeschlossen sein. Inklusive einer Verkehrsberuhigung, damit die Kinder an der anliegenden Grundschule einen sicheren Schulweg haben. Die Arbeiten am nächsten Bauabschnitt von Franzstraße über Marienstraße, Im Scheiten bis zur Christinenstraße sollen Anfang Juni beginnen. „Das wird auch wieder eng für alle Verkehrsteilnehmer werden“, sagt Michael Werner. Aber so ist das eben – mit Baustellen.

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