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Wilhelm Winkelmann hat die Nase voll vom Müll

Müllentsorgung in Castrop-Rauxel

Dass immer wieder jede Menge Müll im Erin-Park herumliegt, ist kein Problem, das es erst seit gestern gibt. Der EUV-Stadtbetrieb ist zu dessen Beseitigung zwar regelmäßig vor Ort, aber das reicht Wilhelm Winkelmann (84) nicht aus. Er versucht jetzt mit einer besonderen Maßnahme das Problem in den Griff zu bekommen.

Castrop-Rauxel

18.05.2018
Wilhelm Winkelmann hat die Nase voll vom Müll

Wilhelm Winkelmann (84) geht mit gutem Beispiel voran und sammelt im Erin-Park ehrenamtlich Müll auf. Foto Stadt

„Was hindert uns eigentlich daran, das zu tun, was wir von anderen erwarten“, sagt Wilhelm Winkelmann. Der 84-Jährige sammelt seit einigen Wochen mit der Greifzange im Erin-Park ehrenamtlich Müll auf, den andere achtlos in die Natur geworfen haben. Dort, wo keine Reinigungsmaschine des EUV Stadtbetriebs hinkommt, fischt der ehemalige Geschäftsführer der Caritas-Altenhilfe Dortmund GmbH größere Glasscherben, zerfetzte Taschentücher, Verpackungsreste von Fastfood und Zigarettenschachteln und -kippen aus den Grünflächen.

Besonders ärgert sich Wilhelm Winkelmann über Plastikbeutel mit Hundekot, die in den Büschen liegen. Auch ganz kleine Scherben sind ihm ein Dorn im Augen, da diese für Tierpfoten gefährlich werden können. „Ich habe vor einigen Tagen sogar einen Einweggrill entsorgt. Darauf waren noch drei Hähnchenschenkel“, erzählt der Rentner. Zurzeit sei er zweimal täglich in seinem „Wohlfühlbereich“ von der Widumer Straße bis in den Gewerbe- und Landschaftspark Erin hinein unterwegs. „Es hat mich gestört, dass mich der Müll von der wunderschönen Landschaft abgelenkt hat. Deshalb habe ich mich entschieden, selbst aktiv zu werden. In Absprache mit dem EUV Stadtbetrieb konnte ich meine Idee umsetzen“, freut sich Winkelmann.

Auf seinem rund zweieinhalb Kilometer langen Spazierweg beschränke er sich nicht nur darauf, das wegzuräumen, was andere hinterlassen haben, sondern suche auch das präventive Gespräch mit Spaziergänger. Die Resonanz dabei sei durchweg positiv. „Ehrenamtliches Engagement ist für jede Stadt eine Bereicherung. Wir erleben immer wieder, dass Aktionen wie „Platzverweis dem Dreck“ die Menschen sensibilisieren“, betont EUV-Vorstand Michael Werner. Zugleich bedankt er sich bei Wilhelm Winkelmann für die Unterstützung und seinen Einsatz.

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Auch der EUV ist im Erin-Park präsent. Laut des Stadtbetriebes werden zweimal wöchentlich die Papierkörbe geleert. Die Kleinkehrmaschine sei jede Woche im Bereich des Teiches im Einsatz und säubere dort den kleinen Platz. Darüber hinaus seien die Mitarbeiter des Stadtbetriebs einmal pro Woche vor Ort. Wilhelm Winkelmann würde sich freuen, wenn sich noch ein oder zwei Mitstreiter im Erin-Park finden würden. Zudem bietet auch die Stadtverwaltung Patenschaften zur Grünpflege an. Auf der Internetseite www.castrop-rauxel.de ist das Kontaktformular im Menüpunkt Wohnen / Grün zu finden. Telefonisch ist der Grünflächenmanager der Stadt unter 02305/106-2429 zu erreichen.

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