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Westfälisches Landestheater befürchtet Finanzloch

RN-Interview

Wenn die Kommune sparen muss, so auch Castrop-Rauxel, dann fällt die Kultur schnell dem Rotstift zum Opfer. In Castrop-Rauxel trifft es unter anderem das Westfälische Landestheater. RN-Redakteur Peter Wulle sprach mit Günter Wohlfarth und Ralf Ebeling vom WLT über die Situation.

CASTROP-RAUXEL

von Von Peter Wulle

, 13.06.2012

Unser Problem ist, dass ja nicht nur Castrop-Rauxel sparen muss, sondern andere Städte auch. Wir müssen auch mit Einnahmeverlusten aus unseren elf Mitgliedsstädten rechnen, von denen sechs den Sparzwängen des Stärkungspakt-Gesetzes unterliegen. Zudem ist auch die Ausgabenseite nicht beeinflussbar, auf der wir in diesem Jahr durch Tariferhöhungen 60.000 Euro mehr aufbringen müssen. Im nächsten Jahr werden es insgesamt 150.000 Euro sein. Zusammen mit den Einnahmeverlusten droht also ein Finanzloch von rund 200.000 Euro.  

Bisher war das so. Aber jetzt will das Land erstmals diese Mehrkosten nicht ausgleichen. Eine endgültige Entscheidung wird darüber mit der Verabschiedung des Landeshaushalts im Oktober fallen. Unser zweitgrößter Fördergeber ist übrigens der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Der hat seine Fördersumme seit zehn Jahren eingefroren.  

Nein. Wir haben während der vergangenen zehn Jahre die Zahl der Aufführungen, die Besucherzahl und die Einnahmen verdoppelt. Da sind wir an der Grenze angekommen. Mehr geht nicht. Wir geraten jetzt in eine schwierige Situation.  

Die Gefahr einer Abwärtsspirale ist da. Mit weniger Schauspielern können wir nur kleine Stücke machen. Und irgendwann kommt man möglicherweise an den Punkt, dass unsere Abnehmer sagen: Das wollen wir nicht mehr sehen.

Ich kann nur an die Verantwortlichen appellieren, sehr sorgsam mit dem fragilen Konstrukt WLT umzugehen.  

: In der Politik ist die Bereitschaft zu erkennen, gemeinsam mit uns beim Kultusministerium NRW vorstellig zu werden und sich für den Ausgleich der Mehrkosten durch die Tariferhöhungen einzusetzen.

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