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Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Stadtjugendring vergibt viele Preise

Sie haben Ideen, tun etwas für andere und sind damit jetzt mit einer Art „Oscar“ ausgezeichnet worden: Der Stadtjugendring ehrte Samstag viele engagierte junge Menschen. Gewinner waren dabei alle.

Castrop-Rauxel

, 11.03.2018
Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Im Jugendzentrum Café Q zeichnete der Stadtjugendring junge Menschen der Stadt für ihr Engagement aus. © Volker Engel

Am Wochenende versammelten sich junge Leute im Gemeindesaal neben dem Café Q, um Urkunden für besondere Leistungen entgegenzunehmen. Für Frank Ronge schien diese Auszeichnung eine echte Herzensangelegenheit zu sein. Die Freude darüber, dass es so viele Jugendliche gibt, die nicht nur ständig herumdaddeln, brachte der Vorsitzende des Stadtjugendrings in seiner Ansprache an das Publikum deutlich zum Ausdruck.

Ronge verglich die Auszeichnung mit der Oscar-Verleihung. „Wenn in Los Angeles Künstler für ihre Verdienste im Filmgeschäft geehrt werden, dann gilt eine Würdigung außergewöhnlicher Leistungen von Jugendlichen in Castrop-Rauxel erst recht“, sagte er. Es sei schon eine Auszeichnung, für einen Preis nominiert zu sein – nicht nur der tatsächliche Gewinn eines Preises. Darum gingen alle Nominierten mit einer Ehrenurkunde nach Hause.

Die Wahl der Oscars für ehrenamtliches Engagement hatte sich die Jury nicht leicht gemacht. Dennoch mussten sich Sozialdezernentin Regina Kleff, Bürgermeister Rajko Kravanja, Jugendausschuss-Vorsitzender Sebastian John und Frank Ronge für je einen Sieger unter vielen Anwärtern entscheiden.

Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Stadtjugendring vergibt Preise für Zivilcourage - Kategorie Mitarbeiter des Jahres, nominiert wurden Johanna Maletzki und Oliver Kalweit (Gewinner) © Volker Engel

In der Kategorie „Mitarbeiter des Jahres“ standen Johanna Maletzki von der evangelischen Kirchengemeinde Schwerin/Frohlinde und Oliver Kalweit vom Kanuclub des CTV auf der Bühne. Während Johanna Maletzki seit 2011 Kindergruppen betreut und Jugendfreizeiten begleitet, setzt Oliver Kalweit sich für die Jugendabteilung des Kanuclubs ein. Auf ihn fiel die Wahl. „Ich selbst hatte eine tolle Kindheit im CTV“, verriet er. „Jetzt möchte ich diese Erfahrung an den Nachwuchs weitergeben“, sagte er.

Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Stadtjugendring vergibt Preise für Zivilcourage - KategorieTeam des Jahres, vl: Marianne Jakob und Karl-Heinz Burkatt (Falken), Martin Villis nimmt die Siegerurkunde als Vorsitzender des BDKJ stellvertretend für die Leiterrunde Messdiener von St Lambertus Castrop an, Nikolas Kneyder und Robin Rick (Open Stage), © Volker Engel

Als „Team des Jahres“ wurden die Messdiener von St. Lambertus ausgezeichnet. Sie erhielten den Preis, weil sie es geschafft haben, ihre Organisation so umzugestalten, dass alle Mitglieder integriert werden können: Ein behinderter Junge machte die Umstrukturierung notwendig. Stellvertretend nahm Martin Villis, Vorsitzender des BDKJ, die Auszeichnung entgegen. Über eine Urkunde durften sich auch die Nominierten von der Gruppe „Open Stage“ und die Falken freuen.

Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Stadtjugendring vergibt Preise für Zivilcourage - Kategorie Zivilcourage - vorne das Siegerteam ASG AG Schule ohne Rassismus, dahinter die Streitschlichter der Wilhelmschule © Volker Engel

Den „Preis für Zivilcourage“ erhielt die AG „Schule ohne Rassismus“ des Adalbert-Stifter-Gymnasiums. Amelia Amberge, Katrin Walkenhorst und Tim Schaefer nahmen den Preis mit ihrer Lehrerin Annika Weber entgegen. „Für uns ist es ganz wichtig, dass Integration schon in der Schule passiert“, sagte Amelia Amberge. Die 17-Jährige erzählte, dass Fußballturniere oder selbst organisierte Nachmittagsbetreuungen zum guten Klima an der Schule beitragen. „Beim Schachspielen habe ich ein bisschen Arabisch gelernt“, sagte Katrin Walkenhorst. Auch die Kinder aus der 3B der Wilhelmschule freuten sich. „Wir haben als Streitschlichter schon oft für Frieden an unserer Schule gesorgt“, verriet Simon Klinke. Er und sein Freund Phil Zabner gehören der Streitschlichter-AG an. „Wir wollen aber nicht wie Polizisten oder Richter sein“, sagte Phil. „Bei uns gibt es keine Strafen.“

Wie ein Oscar für Zivilcourage in Castrop-Rauxel

Stadtjugendring vergibt Preise für Zivilcourage - Kategorie Projekt des Jahres, Nikolas Kneyder und Robin Rick (Open Stage), Oliver Kalweit und Jana Weiland (CTV) und Karl-Heinz Burkatt (Falken) © Volker Engel

Über den Preis „Projekt des Jahres“ freuten sich die Jungs der „Open Stage“. Nicolas Kneyder und Robin Rick bezeichneten es als „echten Hammer“, dass sie diese Auszeichnung erhalten haben. Robin Rick fand es als Kind schon toll, dass bei Musikworkshops so viele unterschiedliche Musiker zusammentreffen. „Weil mir das so viel Spaß macht, laden wir regelmäßig Musikgruppen ein, mit uns zu musizieren“, erklärte der Student der Informatik. Da mache es ihm auch nichts aus, sein eigenes Equipment regelmäßig ins Café Q zu schleppen um es den Gruppen zur Verfügung zu stellen. Auch die Falken und Kanuten waren für diesen Preis nominiert.
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