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Windrad-Projekt in Castrop-Rauxel vor dem Aus

Pläne für Mindestabstand

Die Stadt Castrop-Rauxel plant, den Anteil der Energieproduktion durch umweltfreundliche Energien langsam zu erhöhen. Teil dieser Pläne sind auch Windkraftanlagen, wie zum Beispiel auf dem Rütgers-Gelände in Rauxel. Ein Vorhaben der neuen Landesregierung könnte das Projekt bald zunichte machen.

CASTROP-RAUXEL

, 26.06.2017
Windrad-Projekt in Castrop-Rauxel vor dem Aus

Hinter Strommasten sind am 14.06.2017 bei Allrath (Nordrhein-Westfalen) Windräder zur Stromerzeugung zu sehen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Durch die neue Regelung könnten viele Bauvorhaben wegfallen

Bleibt die neue NRW-Landesregierung aus CDU und FDP bei ihrer Ansage, künftig auf einem Abstand von 1500 Metern zwischen einem neuen Windrad und Wohnbebauung bestehen zu wollen, sieht es für die bei Rütgers geplante Anlage mau aus. Und erst recht für weitere Anlagen in der Zukunft. „Wir sind da insgesamt noch in einer ziemlich frühen Phase“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Langensiepen auf Anfrage unserer Redaktion.

Das auf dem Rütgers-Gelände in Rauxel geplante neue Windrad sei das konkreteste Projekt innerhalb eines Pakets, das sich die Stadtwerke auf ihrem Weg zur Produktion weiterer umweltfreundlicher Energie vorgenommen hätte. „So, wie es jetzt aussieht, sind wir von der neuen Abstandsregel betroffen“, fügte Langensiepen hinzu. Man hoffe, das neue Windrad trotzdem an den Start bringen zu können, Stand jetzt müssten erst mal weitere Details abgewartet werden. „Ich bin geschockt“, erklärte Langensiepen.

1500 Meter Abstand sollen die Windräder in Zukunft von der Wohnbebauung haben

Das, was jetzt aus Düsseldorf komme, sei eine völlige Umkehr von der bisherigen Landespolitik. Bei uns in der Region 1500 Meter Abstand zwischen einen neuem Windrad und Wohnbebauung hinzukriegen, sei wohl unmöglich. Bisher galt als Abstandsgrenze das 2,5-fache der Höhe. Das wären beim neuen Stadtwerke-Windrad 500 Meter. Baustart sollte das dritte oder vierte Quartal des kommenden Jahres sein, 2019 die Inbetriebnahme erfolgen.

„Die Frage wird auch sein, ob es Möglichkeiten gibt, sich über die neue Regel hinwegzusetzen“, sagte Langensiepen. Hätte es das neue Gesetz in der bislang kommunizierten Form gegeben, wäre das Windrad Airkules auf Schwerin nicht möglich gewesen. Und auch die anderen Windräder sind näher an der alten Bergarbeiterkolonie dran.

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