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Zwischen Orgel und Lehrstuhl - Ein Prof mit ungewöhnlichem Hobby

CASTROP-RAUXEL Ein Kardiologe, der sich der Kirchenmusik verpflichtet hat: Das ist der ungewöhnliche Fall bei Prof. Hans-Joachim Trappe aus Bövinghausen. Neben seiner Arbeit im Marienhospital unterrichtet er und spielt leidenschaftlich Orgel.

von Von Aljana Pellny

, 05.08.2008
Zwischen Orgel und Lehrstuhl - Ein Prof mit ungewöhnlichem Hobby

Im Hildesheimer Dom hat Prof. Dr. med. Hans-Joachim Trappe 23 Werke für seine neue CD eingespielt, deren Erlös der alten Kirche zukommen wird.

Mit neun Jahren nahm Trappe Klavierunterricht, mit 15 Jahren wechselte er zur Orgel über: Im Eichsfelder Dom in Duderstadt, wo Trappe seine Jugend verbrachte, nahm der damalige Organist Josef Jung den Heranwachsenden als letzten Schüler unter seine Fittiche:

Der Orgel blieb Trappe bis heute treu. Klavier hingegen spielt der heute 53-Jährige gar nicht mehr: „Eine Orgel lebt von dem gewaltigen Klang und Raum einer Kirche. Für den Organisten bedeutet das Faszination.“

Spielte im In- und Ausland

Die Leidenschaft, die er beim Spielen an den Tag legte, machte sich bezahlt: Seit 1969 ist Trappe nebenberuflicher Organist. Stationen seiner „dritten Karriere“ waren zahlreiche Städte im In- und Ausland: Auch in der Sankt Lambertus-Kirche in Castrop-Rauxel überzeugte Trappe.Zur Restaurierung eines Weltkulturerbes Fernsehauftritte und Einspielungen folgten. Die Einnahmen des aktuellen Albums „Orgelmusik aus dem Hohen Dom zu Hildesheim“ (23 Werke, 78 Min.) dienen größtenteils der Restaurierung des Gebäudes, das seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Nach 18-jähriger Tätigkeit möchte Trappe seine einstige Wirkungsstätte somit finanziell unterstützen.

Professor für Innere Medizin und Kardiologie

In erster Linie ist Hans-Joachim Trappe Direktor des Herner Marienhospitals. Dort zählt er auch viele Castrop-Rauxeler zu seinen Patienten. Heute wohnhaft in Dülmen, ist er des Weiteren seit 1996 an der Ruhr-Universität Bochum als Professor für Innere Medizin und Kardiologie tätig.

Um alles reibungslos miteinander vereinbaren zu können, müsse man dranbleiben. „Das Geheimnis ist die Kontinuität“, meint Trappe. Orgel spiele er zwar meist nur kurz, „aber regelmäßig“.  Die Benefiz-CD für den Hildesheimer Dom Die Benefiz-CD kann telefonisch bezogen werden unter 05121/ 307882, oder schriftlich: Medienservice des Bistums Hildesheim, Domhof 24, 31134 Hildesheim.

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