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César in Paris: Schrottautos und Riesendaumen

Paris. Er schuf die Trophäe für den wichtigsten französischen Filmpreis, der auch nach ihm benannt wurde: César. Berühmt aber wurde der Künstler aus Marseille vor allem mit seinen „Kompressionen“

César in Paris: Schrottautos und Riesendaumen

Daumen hoch: César ist ein Meister der Materie. Foto: Sabine Glaubitz

Autos so platt wie eine Flunder, haushohe Daumen und Schaumstoffbrüste: Knapp zwanzig Jahre nach dem Tod des französischen Bildhauers César widmet das Pariser Centre Pompidou dem Franzosen die erste bedeutende Retrospektive.

Mehr als 120 Werke werden gezeigt, darunter bedeutende Leihgaben internationaler Museen. Die Ausstellung dauert bis zum 26. März.

Er gilt als Meister der Materie und einer der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, was die Werkschau auf rund 2 000 Quadratmetern erfolgreich illustriert. Sie beginnt mit seinen Schweißarbeiten in Form von Riesenvögeln und Torsos, führt zu in handliche Würfel gepresste Autowracks bis hin zu seinen weißen und perlmuttschimmernden „Expansionen“, Gebilde aus Polyurethan-Schaumstoff, von denen einige an Brüste erinnern, andere an riesige Fladen.

Seine berühmten Daumen, die weltweit in Kunsteinrichtungen und auf öffentlichen Plätzen stehen, sind in allen Größen vertreten. Auf dem Vorplatz des Museums wurde eine seiner haushohen Versionen errichtet.

César Baldaccini, so sein bürgerlicher Name, wurde 1921 als Sohn einfacher Einwanderer aus Italien in Marseille in Südfrankreich geboren. Bereits mit Ende Dreißig stellte er seine Plastiken international aus. Erstmals auf der documenta in Kassel war er im Jahr 1959 zu sehen. César starb am 6. Dezember 1998 in Paris.

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