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Chaosnacht im Athener Autonomenviertel Exarchia

Athen. Es sollte ein friedlicher Gedenktag werden. Doch Autonome und Anarchisten aus dem Athener Stadtviertel Exarchia nutzten eine Demonstration zur Erinnerung an die griechische Militärdiktatur zu schweren Ausschreitungen.

Chaosnacht im Athener Autonomenviertel Exarchia

Chaosnacht im Athener Autonomenviertel Exarchia: Ein Molotow-Cocktail explodiert in einer Gruppe von Polizisten. Foto: Kostas Pikoulas

Erneut haben Autonome in der Nacht zum Samstag das Athener Stadtviertel Exarchia ins Chaos gestürzt. Sie schleuderten Dutzende Brandflaschen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere Gegenstände gegen die Polizei.

Dabei wurde eine Frau durch eine Leuchtkugel schwer verletzt, wie der Rettungsdienst am Samstag mitteilte.

16 Menschen wurden festgenommen, teilte die Polizei mit. Darunter seien zwei Deutsche, zwei Franzosen, ein Italiener, ein Litauer und ein Iraker. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen mehrjährige Haftstrafen.

Zu den Ausschreitungen in dem als Hochburg der anarchistischen Bewegung geltenden Stadtviertel Exarchia kam es nach einer friedlichen Demonstration, bei der mehrere Tausend Menschen an einen Studentenaufstand gegen die griechische Militärjunta (1967-1974) am 17. November 1973 erinnerten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie das griechische Fernsehen weiter berichtete.

Im Stadtteil Exarchia haben Autonome, Anarchisten und andere Gruppierungen seit Jahren die Oberhand gewonnen. Die Post und mehrere Banken haben ihre Exarchia-Filialen in den vergangenen Jahren geschlossen. Wer kann, verlässt den Stadtteil. Die griechische Polizei steht den Krawallmachern weitgehend machtlos gegenüber.

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