Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Islamisten

Chaotische Präsidentenwahl: Ägyptens Islamisten drohen

Kairo Nach der chaotischen Präsidentenwahl in Ägypten wächst die Wut der Islamisten. Am Freitag strömten Hunderte von Anhängern der Muslimbruderschaft auf den Tahrir-Platz in Kairo, wo sich am Nachmittag Tausende zu einer Protestkundgebung gegen den herrschenden Militärrat versammeln wollten.

Chaotische Präsidentenwahl: Ägyptens Islamisten drohen

Zehntausende Menschen strömten auf den Tahrir-Platz in Kairo, um vom regierenden Militärrat die Rückkehr zu einer zivilen Regierung zu verlangen. Foto: Andre Pain

Die Muslimbrüder behaupten, ihr Kandidat Mohammed Mursi habe bei der Stichwahl am vergangenen Wochenende mit rund 52 Prozent der Stimmen über seinen Rivalen, den früheren Ministerpräsidenten Ahmed Schafik, gesiegt. Die Wahlkommission hat das Ergebnis jedoch wegen möglichen Betrugs in zahlreichen Wahllokalen bislang nicht verkündet. Angeblich überlegt sie, die Wahl in mehr als 100 Bezirken wiederholen zu lassen.

Saad al-Husseini, ein führendes Mitglied der Partei der Muslimbrüder, wurde von lokalen Medien mit den Worten zitiert: «Wenn Schafik zum Präsidenten erklärt wird, dann ist dies ein Putsch, der Angst einflößt, und eine Verfälschung des Willens der Ägypter. Dann wird ganz Ägypten gegen dieses Verbrechens aufstehen.» Andere Mitglieder seiner Bewegung drohten mit einer «zweiten Revolution».

An der Protestaktion auf dem Tahrir-Platz wollten sich auch Angehörige anderer islamistischer und linker Parteien beteiligen. Der Protest richtet sich nicht nur gegen die Verzögerung bei der Verkündung des Wahlergebnisses, sondern auch gegen die jüngsten Verfassungsänderungen durch den Militärrat, der nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak im Februar 2011 die Macht übernommen hatte.

 

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Venezuelas Opposition stellt Bedingungen für Dialog

Nach Monaten der Konfrontation und über 120 Toten will sich Venezuelas Präsident Maduro mit der Opposition an einen Tisch setzen. Die Regierungsgegner wittern taktische Winkelzüge und fordern zuvor einen Zeitplan für Wahlen und die Freilassung politischer Gefangener.mehr...

Politik

Risiko Wahl-Software - Grüne fordern Antworten

Berlin (dpa) Klaffende Lücken wurden vergangene Woche in einer für Wahlen oft genutzten Software entdeckt. Die Schwachstellen sollen bereits behoben sein. Aber reichen die Maßnahmen wirklich aus, um die Wahlen vor Manipulationen zu schützen? Die Grünen wollen es genau wissen.mehr...

Politik

Thailändische Militärregierung verspricht Wahlen 2018

Bangkok (dpa) Dreieinhalb Jahre nach dem jüngsten Putsch hat Thailands Militärregierung nun für November 2018 Parlamentswahlen angekündigt. Der amtierende Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha versprach in Bangkok, dass im November kommenden Jahres gewählt wird.mehr...

Politik

Kenias Opposition wirft Regierung Wahlbetrug vor

Nairobi (dpa) Die Wahlen in Kenia sind weitestgehend ruhig verlaufen - doch nun gibt es erste Proteste. Oppositionskandidat Odinga wirft seinem Konkurrenten Wahlbetrug vor. Das Wahlsystem sei zugunsten von Amtsinhaber Kenyatta manipuliert worden.mehr...

Politik

Japans Ministerpräsident Abe macht Weg für Neuwahlen frei

Tokio (dpa) Japans Regierungschef Abe will die Gunst der Stunde nutzen: Just, da seine Umfragewerte nach Skandalen dank der Nordkorea-Krise wieder gestiegen sind, ruft er Wahlen aus. Doch der Urnengang birgt Risiken.mehr...

Politik

Pakistans Ministerpräsident Sharif des Amtes enthoben

Islamabad (dpa) Lange galt er als politisches Stehaufmännchen - nun muss Pakistans Premier Sharif wegen Korruptionsvorwürfen gehen. Die Entscheidung des Obersten Gerichts trifft das Atomwaffen-Land in Zeiten der Krise.mehr...