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Charité will Aborigine-Schädel zurückgeben

Berlin (dpa) Als erste wissenschaftliche Institution in Deutschland will die Berliner Charité am Mittwoch eine Absichtserklärung mit Australien über die Rückgabe von Schädeln australischer Ureinwohner unterzeichnen.

Die 18 bislang identifizierten Schädel befanden sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der Sammlung des ehemaligen Völkerkundemuseums und gelangten dann auf unbekanntem Wege an die Charité. Australiens Botschafter in Deutschland, Ian Kemish, und Karl Max Einhäupl, der Vorstandsvorsitzende der Charité, wollten am Nachmittag die Absichtserklärung feierlich unterzeichnen.

Mit Hilfe australischer Experten soll danach versucht werden, die genaue Herkunft der Schädel wissenschaftlich zu klären. Bisher beruht die Einschätzung, dass es sich um Schädel australischer Ureinwohner handelt, nur auf knappen Einträgen in den rund 120 Jahre alten Inventarlisten und auf Kennzeichnungen an den Schädeln selbst. «Wir begrüßen die Initiative zur würdevollen Rückführung», sagte Einhäupl.

Die australische Regierung war mit einer entsprechenden Anfrage an die Charité herangetreten. Nach Aussagen einer Sprecherin laufen darüber hinaus Gespräche mit der Regierung von Namibia, da auch Schädel-Präparate von Herero-Angehörigen im Medizinhistorischen Institut der Charité lagern.

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