Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Cheyenne Hopkins rockt die Ponyszene

Das Sportporträt

Erst zwei Jahre ist es her, dass die Deutener Schülerin Cheyenne Hopkins ihr Freizeitpferd Carlotta für eine erste Springreiterprüfung sattelte. Spätestens seit der Sommersaison 2016 ist die 14-jährige Amazone aus Deuten ein Shootingstar der schweren Pony-M-Springen. Mit einer überraschenden Bronzemedaille bei den Rheinischen Meisterschaften zeigte sie Nerven, Entschlusskraft und Coolness, von der viele Trainer träumen.

DEUTEN

von Von Hella Sinnhuber

, 18.10.2016
Cheyenne Hopkins rockt die Ponyszene

Shootingstars im Rheinland: Cheyenne Hopkins aus Deuten mit ihren Ponys Carlotta (l.) und Mr. Tabby T (r.).

Gerade Meisterschaften haben es in sich, und wenn man schon beim Auftakt-Springen Pech hat, ist es umso schwerer, am Ende noch auf dem Treppchen zu landen. Nicht so für Cheyenne. Nach einem unbefriedigenden Auftaktspringen bei den Rheinischen Meisterschaften platzierte sie sich am Samstag auf Platz drei, am Sonntag auf Platz fünf und strahlte mit ihrem achtjährigen Schimmelpony Mr. Tabby T. schließlich um die Wette – Cheyenne mit der Bronzemedaille und Mr. Tabby T. mit einer XXXL-Portion Leckerli.

Für Cheyenne war nicht nur die Meisterschaft ein Debüt, sondern auch die Teilnahme an einem Ponyspringen in der höchsten Klasse, einem M**-Springen. Damit hatte die junge Achtklässlerin der Gesamtschule Wulfen nun gar nicht gerechnet, dass sie so entspannt bei den Hochleistungsreitern im Ponylager bei Sprunghöhen um die 1,30 Meter locker mithalten kann.

Platz drei am 3. Oktober

Unzählige Platzierungen folgten in der Saison 2016 und am Tag der Deutschen Einheit holte sie nun eine weitere Bronze-Medaille beim Großen Ponypreis vom Silberberghof in Wipperfürth-Kreuzberg, einer Ponyprüfung bis Kl. M** mit amerikanischen Stechen – und legte noch einen drauf: Sie gewann dort ihr erstes M-Springen.

Ohne die erste Reitlehrerin Annette Grasshoff aus Dorsten wäre alles nicht so schnell gekommen. Mit einem Kindertraumpony, dem Shetty Apollo, fing Cheyennes Leidenschaft an, mit 10 Jahren führte sie ihr Freizeitpferd Carlotta in den Wald aus und probierte einfache Dressuraufgaben, als die Reitlehrerin eines Tages sagte: „Du brauchst jetzt einen passenden und guten Sattel.“ So lernte Cheyenne das Erfolgsteam Zell um Torsten Zell in Schermbeck kennen, der sich mit Sätteln gut auskennt, seit vielen Jahren mit Annette Grasshoff befreundet ist und ein außergewöhnliches Händchen für zielorientiertes Reittraining hat, genau wie seine Tochter Carolin.

Von der Pike auf

Aus der Sattelsuche Ende 2014 ergab sich die Chance, bei Familie Zell zu trainieren und das Springen von der Pike auf zu lernen. Viele junge Talente hat Torsten Zell in den vergangenen 20 Jahren zu Championaten und Meisterschaften geführt, unvergessen bleiben die Siege seiner Töchter Carolin und Miriam bei nationalen und internationalen Meisterschaften. So gelang auch Cheyenne sehr schnell der Sprung nach oben und das Springreitfieber hatte sie gepackt. Schon ein paar Monate später sammelte sie die ersten Schleifen in A-Springen, es folgten Platzierungen in L-Springen – für Ponyreiter eine regelrechte Mutprobe, weil zu der Sprunghöhe auch der technische Schwierigkeitsgrad steigt – und dann war klar: Für die hohen und schweren Pony-M-Springen braucht Cheyenne einen leistungsstärkeren Sportpartner. Die Eltern ermöglichten ihr, dass Mr. Tabby T., ein schmucker achtjähriger Schimmel, in den Stall kommt. Das Pony, mit dem sie im Juni 2016 ihre erste internationale Platzierung im niederländischen Wierden erzielte und mit dem sie nun bei der Rheinischen Meisterschaft die Bronzemedaille gewann.

Großzügige Nutzung

Aus praktischen Gründen startet Cheyenne für den Reiterverein Jagdfalke Brünen und ist damit an das Rheinland gebunden. Der Reitverein in Hamminkeln ist seit vielen Jahren bekannt dafür, dass er eine großzügige Nutzung der Reithalle und damit eine hervorragende Förderung der jungen Reiter ermöglicht.

Fortsetzung folgt, noch zwei Jahre darf Cheyenne altersmäßig Ponys reiten und blickt entspannt nach vorn. Ihre anderen Hobbys wie Kochen, mit Freunden etwas unternehmen oder Verreisen lässt sie sich auch durch das zeitaufwendige Reiten nicht nehmen.

Schlagworte: