Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

China Schlüsselland im Kampf gegen illegalen Tierhandel

New York (dpa) Viele Tiere wie Nashörner oder Tiger werden durch Wilderei bedroht. Eine Studie zeigt, welche Länder am illegalen Handel mit Tierteilen am stärksten beteiligt sind: vor allem China und Thailand.

China Schlüsselland im Kampf gegen illegalen Tierhandel

Studie soll bessere Strategien im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel ermöglichen. Foto: Alex Hofford

Der Schlüssel zur Bekämpfung des illegalen Wildtierhandels liegt einer Studie zufolge in China.

Wenn das Land aus dem illegalen Handelsnetzwerk entfernt würde, könnte ein Großteil der Teile von Tigern, Nashörnern und Elefanten ihr Ziel nicht mehr erreichen, schreiben Forscher um Nikkita Patel von der veterinärmedizinischen Fakultät der University of Pennsylvania. Auch Aufklärung über die negativen Effekte des Wildtierhandels wären am effektivsten, wenn sie über China verbreitet würden, schreibt das Team in den «Proceedings» der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften («PNAS»).

Die Forscher wandten Methoden der Netzwerkanalyse auf eine neue Datenbank zum illegalen Handel mit Wildtieren an. So filterten sie die Schlüsselländer heraus, über die der Handel hauptsächlich abgewickelt wird. Insgesamt analysierten sie 232 internationale Lieferungen, die Teile von Elefanten enthielten, 165 mit Nashörnern und 108 mit Tigern. Die Sendungen stammten aus der Zeit von August 2010 bis Dezember 2013.

Die Studie soll bessere Strategien im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel ermöglichen. Zur effektivsten Bekämpfung müssten - neben China und auch Thailand - bei jeder der drei Tierarten noch vier weitere Länder aus dem Netzwerk entfernt werden, schlussfolgern die Forscher. Bei Elefanten wären das Kenia, Vietnam, die USA und die zu China gehörende Metropole Hongkong, bei Nashörnern Südafrika, Vietnam, Großbritannien und Mosambik, bei Tigern Indien, Laos, Myanmar und Südafrika. Würden diese Länder aus den illegalen Handelsnetzwerken isoliert, würden rund 90 Prozent der Lieferungen von Elefanten und Nashörnern und sogar 98 Prozent der Lieferungen von Tigern ihr Ziel nicht mehr erreichen.

Tierschutzorganisationen mahnen immer wieder, dass die Wilderei vor allem auf Elefanten und Nashörner in Afrika zuletzt stark zugenommen habe. Sie fordern mehr Engagement im Kampf gegen den illegalen Wildtierhandel. Der europäischen Polizeibehörde Europol zufolge werden mit dem illegalen Handel geschützter Arten jährlich bis zu 26 Milliarden Euro umgesetzt.

Webseite der Datenbank

Mitteilung von Pro Wildlife

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Wissenschaftler wollen Garnelen möglichst vegan ernähren

Bremerhaven (dpa) Garnelen aus Deutschland sind noch ein Nischenprodukt, haben aber nach Expertenansicht Potenzial. Deshalb liegt es für Forscher des Alfred-Wegener-Instituts nahe, sich das Futter genauer anzuschauen: Es soll möglichst ohne umstrittenes Fischmehl auskommen.mehr...

Wissenschaft

Ausstellung über Klima und Evolution in Halle

Halle (dpa) Drei Höhlenlöwen jagen ein Mammut und ihr Junges - diese Szene mit den lebensecht erscheinenden Tieren ist beim Landesmuseum Halle in Sachsen-Anhalt aufgebaut worden. Sie ist Teil der Sonderausstellung "Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution" vom 30. November 2017 bis 21. Mai 2018.mehr...

Wissenschaft

Forscher: Glasfassaden sind für Fledermäuse lebensgefährlich

Pöcking (dpa) Senkrechte Glasfassaden und andere glatte Flächen täuschen das Sinnessystem von Fledermäusen. Sie knallen dagegen, weil sei meinen, freien Flug zu haben, wie Forscher herausgefunden haben. Eine große Gefahr für die Tiere.mehr...

Wissenschaft

Tschechien baut Elektrozaun gegen Schweinepest

Zlin/Straubing (dpa) Tschechien kämpft auf Hochtouren gegen die für Schweine hochgefährliche Afrikanische Schweinepest. Bundesagrarminister Schmidt warnt vor einer Ausbreitung der Seuche nach Deutschland.mehr...

Wissenschaft

Klimaerwärmung nach Eiszeit ließ Braunbären-Zahl schwinden

Frankfurt/Main (dpa) Am Ende der letzten Eiszeit tummelten sich Braunbären noch europaweit. Heute sind die Tiere rar. Einer Ursache dafür sind Forscher nun im Detail nachgegangen.mehr...