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Christdemokraten sehen Kinder in Gefahr

STOCKUM Streitpunkt Kreuzung Pferdebach-/Hörder Straße. Die CDU-Fraktion fürchtet aufgrund der zu kurzen grünen Ampelphase um die Gesundheit von Schulkindern. Deshalb haben sie klare Forderungen...

14.08.2008
Christdemokraten sehen Kinder in Gefahr

Für Fußgänger springt die Signalanlage wieder auf Rot, wenn sie die Straße gerade mal zur Hälfte überquert haben, ohne sich zu beeilen. Schulkinder aus der benachbarten Harkortschule sollen die Straße hier gar nicht überqueren.

Die Kreuzung Pferdebach-/Hörder Straße sollen Grundschulkinder meiden. Sie ist zu gefährlich. Im Schulprogramm der Harkortschule steht es schwarz auf weiß. Polizeibeamter Klaus Frommberger kann das nur unterstreichen: „Hier kann man kein Kind rüberschicken. Durch die zu kurzen Grünphasen ist kein Kind ausreichend geschützt.“ Acht Sekunden haben Fußgänger gerade mal, um den 14,6 Meter breiten Übergang der Pferbachstraße zu überwinden, ebensoviel wie für die halb so breiten Übergänge der Hörder Straße. „Kaum ist man halb rüber, ist schon wieder rot. Neulich kam noch ein Linksabbieger angerast. Nur gut, dass ich meine kleine Enkelin fest an der Hand hatte“, schimpfte eine Stockumerin.

Da konnte Stadtplaner Andreas Müller, der gestern auf Einladung der Stockumer CDU vor Ort war, mit seiner Argumentation nicht landen: „Sieben Sekunden sind das Minimum, gelten aber generell als ausreichende Grünphase. Wenn es wirklich erforderlich ist, kann man hier natürlich was machen. Aber dafür werden wir uns erst einmal die Unfallstatistik der Polizei angucken.“ Anke Brüggemann, Elternvertreterin der Harkortschule, reagierte entsetzt: „Muss einem Kind etwas passieren, bevor hier gehandelt wird.“ Längere Grünphasen will die CDU mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Hans-Ulrich Kieselbach an der Spitze, durchsetzen. Auf den Einwand von Andreas Müller, dass längere Grünphasen für Fußgänger längere Wartezeiten für Autofahrer und „noch mehr Stau“ bedeuten würden, ging niemand ein. Den Bürgern und Politikern ging es eindeutig um die Sicherheit der Kinder, aber auch älterer Bürger, die nicht mehr so fit auf den Beinen sind, um die Straße im Eiltempo zu überqueren. Überzeugen ließ sich Andreas Müller von den Bürgern und auch Polizist Klaus Frommberger, der gerade wieder täglich Lernanfänger auf dem Schulweg begleitet, nicht. Allerdings merkte er an, dass die Ampelanlage mit 20 Jahren ohnehin das „Aus“ vor sich habe. Käme eine neue Anlage, könne man die neu programmieren.